+
Voller Pilzkorb. Foto: Patrick Pleul/Illustration

164 Wildpilz-Proben

Wildpilze oft mit Quecksilber belastet

Berlin (dpa) - Wildpilze sind Untersuchungen zufolge stärker mit Schwermetallen belastet als andere Lebensmittel. Bei Tests von 164 Wildpilz-Proben fanden sich durchweg erhöhte Quecksilber-Konzentrationen, wie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mitteilte.

In zwei Drittel der Fälle lag die Menge demnach über dem gesetzlichen Höchstwert.

In getrockneten Pilze konzentrierten sich - bedingt durch das Trocknungsverfahren - das Quecksilber. Sie waren daher stärker belastet als frische Pilze und Konserven. Die Belastung stammt aus den Böden, auf denen etwa Steinpilze, Pfifferlinge und Morcheln wachsen. Die Untersuchungen von Ämtern in den Bundesländern 2013 bestätigten frühere Ergebnisse, so das BVL.

Auch eine radioaktive Belastung in Folge des Reaktorunfalls in Tschernobyl sei bei in Süddeutschland wachsenden Pilzen noch möglich, hieß es weiter. Dies hänge aber auch von der Region und Art des Bodens ab.

Das Bundesumweltministerium rät aufgrund der gesamten Belastung der Pilze, bei regelmäßigem Verzehr nicht mehr als 200 bis 250 Gramm Wildpilze pro Woche zu essen. Bei Kindern sollten die Mengen in Relation zum Körpergewicht verringert werden. Es sei dagegen unbedenklich, gelegentlich auch größere Mengen an Pilzen zu essen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bahn drohen wohl weitere Verzögerungen bei Stuttgart 21
Stuttgart - Der Deutschen Bahn drohen nach einem Medienbericht weitere Verzögerungen beim umstrittenen Projekt Stuttgart 21. An einem Abschnitt dürfen vorerst keine …
Bahn drohen wohl weitere Verzögerungen bei Stuttgart 21
Hilfe unter Extrembedingungen nach neuen Erdbeben in Italien
Rom - Zwischen Schnee und Trümmern suchen die Einsatzkräfte in der Erdbebenregion in Mittelitalien auch am Tag nach der neuen Serie schwerer Erdstöße weiter nach …
Hilfe unter Extrembedingungen nach neuen Erdbeben in Italien
Klima-Schreckensjahr 2016: Dritter Temperaturrekord in Folge
Washington - Die Klimaforscher müssen sich wiederholen: Nach 2014 und 2015 hat auch 2016 den globalen Temperaturrekord gebrochen. Es war so warm wie noch nie seit Beginn …
Klima-Schreckensjahr 2016: Dritter Temperaturrekord in Folge
2016 bricht als drittes Jahr in Folge den Temperaturrekord
Warm, wärmer, 2016: Das Jahr ist nun schon das dritte in Folge mit Temperaturrekord. Forscher weltweit schlagen Alarm - auch wenn 2017 etwas kühler werden könnte gehe es …
2016 bricht als drittes Jahr in Folge den Temperaturrekord

Kommentare