Ban will Hilfe für Zyklon-Opfer voranbringen

Rangun - UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat in Birma nach Angaben seines Sprechers am Donnerstag «sehr konstruktive Gespräche» mit Regierungschef Thein Sein geführt.

Der Diplomat wollte sich ein Bild von der Zerstörung durch Zyklon Nargis machen und die Militärjunta dazu bewegen, mehr Hilfsgüter und ausländische Hilfe zu akzeptieren. Der Sprecher machte keine näheren Angaben über den Inhalt der Gespräche. In strömendem Regen flog Ban anschließend mit dem Helikopter in das Katastrophengebiet im Irrawaddy-Delta. Er wollte dort mit Überlebenden des Zyklons zusammentreffen.

Das wichtigste Gespräch seines Besuchs steht am Freitag auf dem Programm. Dann fliegt Ban in die abgelegene Hauptstadt Naypyidaw zu einem Treffen mit Junta-Chef Than Shwe. Die birmanischen Behörden stehen weltweit in der Kritik, weil sie den Umfang der Hilfsgüter begrenzen und die Katastrophenregion zum Sperrgebiet für Ausländer erklärt haben.

Einheimische Helfer berichten, dass immer noch nicht alle der 2,4 Millionen Bedürftigen mit Zelten, Kochutensilien, Medikamenten und Nahrungsmitteln versorgt worden sind. Am Sonntag findet eine Geberkonferenz in Birma statt. Nach einem ersten Spendenaufruf der Vereinten Nationen für Birma sind erst 23 Prozent der benötigten 200 Millionen Dollar eingegangen. Bei dem Zyklon Anfang Mai kamen wahrscheinlich mehr als 130 000 Menschen ums Leben.

Auch interessant

Kommentare