Aung San Suu Kyi will die Opposition in Birma wiederbeleben.

Suu Kyi will Opposition in Birma wiederbeleben

Rangun - Aung San Suu Kyi will nach ihrer Entlassung aus dem Hausarrest die birmanische Opposition zu neuem Leben erwecken.

Am Montag sprach die Friedensnobelpreisträgerin mit Beratern über die Möglichkeit einer Legalisierung ihrer von der Militärjunta verbotenen Partei, wie ein Sprecher mitteilte. Am früheren Hauptsitz der Nationalen Liga für Demokratie (NLD) in Rangun hatte Suu Kyi bereits am Sonntag angekündigt, sie werde den Kampf für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit fortsetzen und Juntachef General Than Shwe zu direkten Gesprächen aufgefordert. Ihre erste Rede nach mehr als sieben Jahren Hausarrest war von Tausenden Anhängern bejubelt worden.

In einem Interview mit der britischen BBC sagte Suu Kyi am Montag, sie strebe eine friedliche Revolution in Birma an. “Ich möchte das Militär nicht stürzen sehen“, sagte sie. “Ich will es zu echtem Patriotismus aufsteigen sehen.“ Die Oppositionsführerin steht vor einem heiklen Balance-Akt: Gegner des Regimes setzen hohe Erwartungen in ihre Arbeit. Zugleich kann die Militärjunta ihr die Freiheit jederzeit wieder entziehen.

Suu Kyi strebt friedliche Revolution an

In einem ersten Schritt wolle Suu Kyi die Auflösung der NLD vor dem Obersten Gerichtshof des Landes anfechten, sagte ihr Anwalt Nyan Win. Das Gericht werde am Donnerstag entscheiden, ob es den Fall zur Verhandlung annehme. Parallel dazu werde Suu Kyi eine Klage wegen ihres letzten Hausarrests weiter verfolgen - auch mit einer Beschwerde vor dem UN-Menschenrechtsrat. Suu Kyi war am Samstag freigelassen worden, eine Woche nach den ersten Wahlen in Birma seit 20 Jahren.

Zuvor hatte die Junta ein neues Wahlgesetz erlassen, das eine Kandidatur Suu Kyis und anderer politischer Gefangener ausschloss. Der britische Premierminister David Cameron sagte unterdessen vor Abgeordneten in London, er habe am Montag mit Suu Kyi telefoniert. “Ich habe ihr zu ihrer Freilassung und ihrer bemerkenswerten Haltung zu Demokratie und Menschenrechten gratuliert“, sagte Cameron im britischen Unterhaus. “Wir müssen nun daran arbeiten, dass auf ihre Freilassung die Freiheit der über 2.000 politischen Gefangenen in Birma folgt“.

dapd

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