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Der Winter hat Nordspanien im Griff.

Kältewelle fordert Opfer

Winter im "Sonnenland" Spanien: Zwei Frauen sterben

Madrid - Der Winter hat Spanien fest im Griff. Die Kältewelle ist nun zwei Frauen zum Verhängnis geworden. Ein Mann konnte gerade noch gerettet werden.

Zwei Frauen sind bei einer Wanderung in Ostspanien bei Schnee und eisiger Kälte ums Leben gekommen. Ein Mann, der zusammen mit den Frauen zu dem Ausflug in der Gegend von Morella im Norden der Provinz Castellón aufgebrochen war, konnte gerettet werden. Wie die Rettungsdienste am Sonntag mitteilten, hatte er leichte Erfrierungen davongetragen.

Das Trio hatte in der Nacht zuvor per Handy mitgeteilt, dass es sich in einem Schneetreiben verlaufen hatte. Danach brach die Verbindung ab. Bei der Suche nach den Wanderern waren zwei Hubschrauber im Einsatz.

Drei Wochen vor Frühlingsbeginn hatte der Winter weite Teile Nordspaniens fest im Griff. Mehrere Regionen waren nach einer Kältewelle in Weiß gehüllt. Die Schneegrenze ging zeitweise auf bis zu 200 Meter herunter. Das Wetteramt Aemet gab am Wochenende Unwetterwarnungen für mehrere Provinzen. Gewarnt wurde vor Schnee- und Regenfällen, kräftigen Winden sowie hohem Wellengang.

Schnee liegt teilweise über einen Meter hoch

Mancherorts lag der Schnee bis zu einen Meter hoch. Am Sonntag ließ die Kälte allerdings etwas nach. In der Provinz Teruel im Osten des Landes wurde in 10.000 Haushalten die Stromversorgung unterbrochen. Mehrere Dörfer in Nordspanien waren nach Schneefällen von der Außenwelt abgeschlossen.

In den Bergen nördlich von Madrid war am Samstag ein Vorortszug infolge eines Maschinenschadens inmitten einer Schneelandschaft steckengeblieben. Die Fahrgäste mussten vier Kilometer zu Fuß zum Bestimmungsort Cercedilla gehen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur von Betroffenen. Der Zivilschutz riet von längeren, unnötigen Fahrten mit dem Pkw ab.

82 Menschen gerettet

Eine Reisegruppe von 82 Menschen ist aus einer eingeschneiten Bahnstation in den Bergen der Sierra de Guadarrama in Mittelspanien gerettet worden. Wie die Polizei am Montag mitteilte, hatten die Ausflügler, darunter 15 Kinder, in rund 1800 Metern Höhe in der Station festgesessen, weil die Bergbahn nach starken Schneefällen nicht verkehren konnte.

Feuerwehrkräfte und eine Rettungseinheit der Polizei legten die mit eineinhalb Metern Schnee bedeckte Strecke frei und brachten die Ausflügler in Sicherheit. Verletzt wurde niemand.

dpa

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