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In der kommenden Woche wirde es voraussichtlich bis ins Flachland schneien, in Lagen ab 400 Metern könnte sich eine geschlossene Schneedecke bilden. Foto: Patrick Pleul

Von wegen Frühling

Winter schlägt noch einmal heftig zu

Offenbach - Wer Schal und Mütze schon weggepackt hat, sollte sie noch einmal hervorholen. Es wird wieder winterlich. Ein Widerspruch zur globalen Erwärmung ist das aber aus Sicht der Meteorologen nicht.

Der Frühling hat am Donnerstag ein kurzes Gastspiel in Deutschland gegeben - aber der Winter schlägt nochmal zurück. Die Temperaturen sausen in den Keller.

In der kommenden Woche werde es voraussichtlich bis ins Flachland schneien, in Lagen ab 400 Metern könnte sich eine geschlossene Schneedecke bilden, sagte Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. "Ab Sonntag ist Winterkleidung angesagt."

Die Kälte mit einstelligen Temperaturen tagsüber und Frost in den Nächten werde sich die ganze nächste Woche halten. Dazu regnet oder schneit es oft - Autofahrer sollten sich vor allem in höheren Lagen auf Eiskratzen am Morgen und glatte Straßen einstellen.

Der Donnerstag war noch ein Bilderbuch-Frühlingstag mit blauem Himmel überall und fast sommerlichen Temperaturen. Im Südwesten erwarteten die Meteorologen bis 23 Grad. Aber schon am Freitag sollte das Intermezzo vorbei sein. "Bis zum Wochenende geht es steil bergab", sagte Friedrich. Selbst im milden Südwesten seien am nächsten Donnerstag nur noch maximal sechs bis acht Grad zu erwarten.

Wintereinbruch in der letzten April-Woche

Auch für die Meteorologen ist der späte Wintereinbruch in der letzten April-Woche ungewöhnlich: Zwar seien starke Wetterschwankungen zu dieser Jahreszeit nicht selten, "aber so extreme Kaltlufteinbrüche kommen nur alle paar Jahre vor", sagte Friedrich.

Schuld sei eiskalte Luft aus Grönland und der Arktis, die auf direktem Weg sehr rasch nach Mitteleuropa strömt. "Stefanie" sei das erste von einer ganzen Reihe von Tiefdruckgebieten, die in den nächsten Tagen über Skandinavien ostwärts ziehen und den Weg für die Polarluft freimachen.

Der Höhepunkt der Kältewelle werde voraussichtlich Anfang der Woche erreicht, sagte Friedrich. Spürbar milder werde es erst gegen Ende der Woche. Temperaturen von 15 Grad seien wohl erst am 1. Mai zu erwarten.

Die ungewöhnliche Kälte sei kein Widerspruch zur globalen Erwärmung. Solche Einzelereignisse änderten am Trend zu steigenden Temperaturen nichts. "Mit Klimawandel hat das nichts zu tun", sagte Friedrich.

Schnee und Frost in Sicht

dpa

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