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Mehrere hundert Menschen wurden am Montagabend auf der Nationalstraße 13 in Frankreich zwischen Saint-Joseph und Cherbourg mit ihren Autos eingeschneit (Archivbild).

Vom Winter überrascht

Frankreich: Hunderte in Autos eingeschneit

Paris - Mindestens zwei Tote, Haushalte ohne Strom, eingeschlossene Menschen in Autos und Zügen - der Winter ist mit Gewalt nach Westeuropa zurückgekehrt.

Die Rückkehr des Winters hat im Westen Europas zu verheerenden Folgen geführt. Mindestens zwei Kältetote, viele Haushalte ohne Strom, blockierte Autos und Züge sowie Flugausfälle lautet eine erste Bilanz für Frankreich. Premierminister Jean-Marc Ayrault richtete am Dienstag einen Krisenstab zur Bewältigung des Winterchaos ein, um „Sicherheit und Fortbewegung im ganzen Land zu gewährleisten“. In Belgien kam es zu riesigen Staus.

Nach Temperatursturz und heftigen Schneefällen starb in Saint Brieuc im Nordwesten Frankreichs in der Nacht zu Dienstag ein Mann. In derselben Nacht kam in Port-en-Bessin im Norden des Landes ein 35 Jahre alter Mann in der Kälte ums Leben.

Bis zu 100 000 Haushalte waren zeitweise ohne Strom, die meisten davon in der Bretagne und der Normandie. Ebenfalls im Norden bei Calais und im Département Manche wurden mindestens 1300 Autos eingeschneit. Menschen mussten nach Angaben der zuständige Präfektur bis zu 15 Stunden in ihren Fahrzeugen ausharren.

Ein TGV mit rund 400 Passagieren wurde bei Amiens von den Schneemassen blockiert. Das Bahnunternehmen SNCF riet Reisenden in der Region in und um Paris und im Norden des Landes bis Mittwoch davon ab, den Zug zu benutzen. Täglich kommen etwa sieben Millionen Menschen per Bahn in die Hauptstadt. Der Eurostar nach London fiel den ganzen Tag aus, ebenso viele Schnellzüge und alle Regionalzüge in der Normandie.

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Die SNCF bot gut 1000 betroffenen Fahrgästen eine Hotelübernachtung an. Zudem sollen Nachtzüge des Unternehmens in Bahnhöfen betroffener Städte platziert werden und zur Übernachtung zur Verfügung stehen. Viele Bahnhöfe in Paris und dem Norden des Landes bieten zudem die ganze Nacht Unterschlupf vor der Kälte.

Auf französischen Flughäfen mussten zahlreiche Flüge annulliert werden. Auf dem Pariser Flughafen Orly rutschte ein Flugzeug der Tunisair mit 140 Menschen an Bord bei der Landung von der Bahn. Verletzte gab es nicht.

Starke Schneefälle führten auch in Belgien zu einem Verkehrschaos. Betroffen seien vor allem der Zug- und Autoverkehr, berichtete die Nachrichtenagentur Belga. Die Hochgeschwindigkeitszüge Thalys, die Brüssel mit Frankreich, Deutschland und den Niederlanden verbinden, verkehrten gar nicht oder mit Verspätungen.

dpa

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