Wintereinbruch in Österreich

Wien - Der Winter hat am Montag in den Alpen schon mal vorbeigeschaut. Ein Temperatursturz ließ den Regen in Schnee übergehen.

Schuld sei Tief “Hubert“ südlich der Alpen, das kühle Luft vom Balkan heranlenkte, sagte Meteorologe Helmut Malewski vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Mittags um 12.00 Uhr meldete Innsbruck Schneefall bei einem Grad plus, in Mittenwald regnete es bei 1,5 Grad. In München war es bei acht Grad und Regen ebenfalls ungemütlich. Besserung ist in Sicht, das schlechte Wetter soll sich rasch wieder verziehen: “Morgen ist das tatsächlich Schnee von gestern“, sagte Malewski.

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Die Kaltfront hatte sich in der Nacht zum Sonntag abrupt im Süden breitgemacht. Waren am Samstag etwa in München noch sommerliche 27 Grad gemessen worden, stürzte die Temperatur am Sonntag um über zehn Grad auf herbstliche Werte. Auf dem 1830 Meter hohen Wendelstein in Bayern wurden nach Angaben des Wetterdienstes Meteomedia am Montagmorgen acht Zentimeter Neuschnee gemessen, die Zugspitze meldete 40 Zentimeter Neuschnee bei minus acht Grad. Verkehrsprobleme auf schneebedeckten Bergstraßen gab es nach Auskunft der Polizei in Bayern nicht.

Anders in Österreich: Dort überraschte der Schnee die Autofahrer. In den Bundesländern Tirol, Salzburg und Kärnten schneite es teils bis unter 1000 Meter, wie der Automobilclub ÖAMTC berichtete. Im morgendlichen Berufsverkehr hätten sich zahlreiche Unfälle ereignet. In Tirol wurden das Hahntennjoch und das Timmelsjoch gesperrt. Auch die Großglockner-Straße war zeitweise nicht befahrbar. Auf der Silvretta-Hochalpenstraße galt Kettenpflicht.

Ab Dienstag werde sich das Wetter bessern, und “am Mittwoch gibt es eitel Sonnenschein - zumindest im Süden“, versprach Meteorologe Malewski. Südlich der Mittelgebirge seien dann wieder 20 bis 21 Grad möglich, nördlich davon bei einigen Schauern immerhin 18 bis 20 Grad.

dpa

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