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Auch nicht traditionell: Kopfbedeckung am Berliner Weihnachtsmarkt.

Was unsere User davon halten

Debatte: Müssen wir jetzt WINTERmarkt sagen?

Berlin/München - In Berlin wird zur Adventszeit wieder fleißig diskutiert, ob man nicht besser ganz neutral von "Wintermärkten" statt von Weihnachtsmärkten spricht. "Armes, armes Deutschland" - finden zumindest unsere User.

Die Grundlage für die Debatte in Berlin ist folgender Satz:  „Das Bezirksamt Kreuzberg verständigt sich darauf, dass grundsätzlich keine Genehmigungen für Veranstaltungen von Religionsgemeinschaften im öffentlichen Raum erteilt werden.“ So steht es laut „Bild“ in einem Sitzungsprotokoll des Bezirksparlaments vom vergangenen Jahr. Damit ist ein Weihnachtsmarkt unerwünscht, ein Ramadanfest aber ebenso. In Berlin erhofft man sich wieder einmal ein besseres Miteinander des christlichen und muslimischen Kulturkreises in der Stadt. Und auf ein Winterfest können bekanntlich alle Religionen gehen – auf einen Weihnachtsmarkt nicht. Oder doch?

Zum Thema Winterfeste befragte Emnid für „Bild am Sonntag“ 500 Personen. Das Ergebnis: Zwei Drittel der Deutschen lehnen es ab, „Weihnachtsmärkte“ aus Rücksicht auf Andersgläubige umzubenennen (67 Prozent). Am deutlichsten ist das „Nein“ bei SPD-Anhängern mit 75 Prozent. 47 Prozent der Befragten waren zudem der Überzeugung, dass Deutschland mit seinem christlichen Erbe nicht selbstbewusst genug umgehe. 43 Prozent hielten das religiöse Selbstbewusstsein für ausreichend.

Das sagen unsere User bei Facebook

Unsere User haben bei Facebook kommentiert, was sie von der ganzen Sache halten. Der Tenor ist ziemlich klar: "Sauerei", "Spinnerei", "Armes, armes Deutschland" oder auch schlicht "bekloppt". Immerhin: Weihnachten gehört zu unserer christlichen Tradition in Deutschland - und die sollte man doch bewahren, oder? Unsere User sind sich da ziemlich einig.

Daniel Haudegen Weber: Wenn ich ins Ausland fahre oder dort wohnen möchte, muss ich mich auch an die Gegebenheiten des dortigen Landes gewöhnen. Wieso also zur Hölle nennen wir jeden Krams um, der evtl von einer anderen Kultur als nicht so schön angesehen wird? So langsam schäme ich mich, deutsch zu sein!

Sula Hauptmann: Is des die neue Idee von unserer "Betroffenheitsbeauftragten" der Grünen?

Andreas Huber: Armes, armes Deutschland .... Die ganze Welt lacht über uns weil wir bei jeder Kleinigkeit huschen wenn am Moslem oder sonst andersgläubigen was ned passt. Mir kommt as kotzen wenn i dran denk wie es hier in 15 Jahren ausschauen wird Tradition und Christliche Bräuche Ade...

Sigrid Kühl: Wir wohnen nunmal in Deutschland,warum kann man unsere lieb gewonnenen Sitten u. Bräuche nicht so lassen,wie sie sind? Kann doch ein Jeder sagen,wie er will (Meinungsfreiheit).Warum wird von uns erwartet,daß wir andere Kulturen akzeptieren,wenn es umgekehrt nicht so ist .... Also ich bezeichne alles wie bisher!

Irmgard Euler: Regt euch da nicht auf. Kreuzberg ist jetzt nicht als christliche Hochburg bekannt. In Wiesbaden heißt er Sternschnuppenmarkt.

Werner Schilcher: Da wir keine anderen Probleme in Deutschland zu lösen haben, super!

Mani Bagi: Sauerei! ! Nix darf man mehr. Koane Negeküsse oder Zigeunersoße und wenn man ein braunes Hemd an hat muß man sich entschuldigen......keine Martinsumzüge oder Kreuze mehr in Schulklassen dafür Burkas beim baden. ....... einfach traurig.

Angelika Mayr/mm

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