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Winterreifen haben ein besonders ausgeprägtes Profil mit zusätzlichen Lamellen.

Winterreifen: Darauf kommt es an

Die Temperaturen sind frostig, der erste Schnee hat die Straßen überzuckert: Ziehen Sie spätestens jetzt Winterreifen auf. Damit sind Sie in der kalten Jahreszeit sicher unterwegs. Wir haben Tipps, auf was Sie achten sollten.

Der Gesetzgeber schreibt vor, dass Autofahrer geeignete Pneus bei winterlichen Verhältnissen aufziehen müssen. Dazu zählen Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte. Dann sind Ganzjahresreifen oder Winterreifen Pflicht. Ihr Profil verfügt über zusätzliche Lamellen, die sich gut mit lockerem Schnee verzahnen. Eine spezielle Gummimischung sorgt bei Temperaturen unter sieben Grad für bessere Bodenhaftung. Erwischt Sie die Polizei bei Schnee und Glätte mit Sommerreifen, zahlen Sie 40 Euro Strafe.

Zeichen auf Winterreifen richtig deuten

Einen gesetzlich zulässigen Winterreifen erkennen Sie an dem eingestanzten M&S-Symbol auf der Reifenflanke. Die Abkürzung steht für Matsch und Schnee. Aussagekräftiger ist das sogenannte „Three Peak Mountain Snow Flake“-Symbol. Es stellt eine Schneeflocke vor einem dreigipfligen Berg dar und kennzeichnet Pneus, die die Vorgaben der amerikanischen Straßenbehörde erfüllen. In einem Test müssen die Reifen eine um mindestens sieben Prozent höhere Traktion auf Eis und Schnee erreichen, als ein Referenzreifen. Sie sind somit leistungsfähiger und sicherer als M&S-Modelle.

Achten Sie auf das Produktionsdatum des Winterreifens, das ebenfalls seitlich eingeprägt ist. Die vierstellige Nummer nennt die Kalenderwoche und das Jahr, in dem der Reifen produziert wurde. Die Nummer ist eingekreist und damit leicht zu erkennen. Kaufen Sie keine Reifen, die älter als drei Jahre sind. Verlangen Sie diese ausdrücklich beim Reifenhändler. Der Gummi härtet mit der Zeit aus und die Reifen haften weniger gut auf der Straße.

Winterreifen-Test lesen

Wenn Sie neue Winterreifen benötigen, informieren Sie sich zum Beispiel beim ADAC über die Modelle, die beim Winterreifen-Test besonders gut abgeschnitten haben. Im diesjährigen Test liegen die Reifen des Herstellers Continental in beiden Kategorien vorn. Michelin ist auch zwei Mal vorne mit dabei. Pneus von Bridgestone und Uniroyal beurteilte der ADAC in der Kategorie 225/45 R 17 H gut. Die Preise für Winterreifen beginnen bei rund 50 Euro, allerdings sind die Preisspannen bei den Anbietern enorm. Vergleichen Sie daher die Preise.

Tipps für Winterreifen

  • Profil messen: Polizei und ADAC empfehlen für Winterreifen ein Profil von vier Millimetern, auch wenn gesetzlich nur 1,6 Millimeter vorgeschrieben sind. Zum Vergleich: Neue Winterreifen haben ein Profil von acht Millimetern. Die genaue Tiefe bestimmen Sie mit einem Profiltiefenmesser.
  • Besser schmal als breit: Auch wenn Sie gern mit breiten Schlappen unterwegs sind, bevorzugen Sie im Winter die schmalere Alternative. Der Reifen schneidet besser in den Schnee und krallt sich besser ins Eis. Damit haben Sie mehr Grip.
  • Luftdruck überprüfen: Was nützt der beste Reifen, wenn der Luftdruck nicht stimmt? Zu wenig Druck verlängert den Bremsweg und sie geraten schneller ins Schleudern. Das kann besonders bei widrigen Straßenverhältnissen im Winter gefährlich werden. Überprüfen Sie daher regelmäßig den Reifendruck.
  • Vier gewinnt: Ziehen Sie an Ihrem Auto immer vier Winterreifen auf. Achten Sie darauf, dass die Pneus an einer Achse hinsichtlich Profiltiefe, Hersteller und Modell gleich sind. Die Reifen mit mehr Profil gehören auf die Hinterachse.
  • An den Sticker denken: Liegt die Höchstgeschwindigkeit des Reifens unter der des Fahrzeugs, bringen Sie einen Tempolimit-Aufkleber an. Er muss im Blickfeld des Fahrers sein, zum Beispiel am Lenkrad oder dem Armaturenbrett.

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