„Wir sind Kirche“: Laien vom Dialog mit Bischöfen enttäuscht

Regensburg -Die Laienbewegung "Wir sind Kirche" ist vom Dialog mit den katholischen deutschen Bischöfen enttäuscht. Die Gläubigen fühlen sich nicht ernst genommen.

 „Die Laien werden missachtet. So ist die Gefahr groß, dass der Dialog im Sande verläuft“, sagte „Wir sind Kirche“-Sprecher Christian Weisner am Montag vor Beginn der Frühjahrs-Vollversammlung der katholischen Bischöfe in Regensburg. Im Herbst 2010 hatten die Bischöfe nach dem Missbrauchsskandal in der Kirche einen Dialog angekündigt. Die Bischöfe ließen den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, aber im Regen stehen, kritisierte Weisner.

Kritischen Priestern werde ein Maulkorb verpasst, sagte Sigrun Grabmeier von „Wir sind Kirche“. Rückwärtsgewandte Kreise in der katholischen Kirche übten Druck aus. „Und die Kirche gibt denen mehr und mehr nach.“

So sei nach dem Aufdecken des Missbrauchsskandals zwar etwas in der katholischen Kirche passiert, räumte Grabmeier ein. Aber die Kirche müsse sich auch mit ihrer Machtstruktur beschäftigen. „Diese Strukturen befördern sexuelle Gewalt“, sagte Grabmeier. Nirgendwo könnten junge Männer mit mangelnder sexueller Reife so gut Unterschlupf finden wie in der katholischen Kirche.

„Wir sind Kirche“ ist nach eigenen Angaben eine weltweit vernetzte Kirchenvolksbewegung. Sie setzt sich nach eigenen Angaben für eine Erneuerung der römisch-katholischen Kirche auf der Basis der Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) ein.

dpa

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