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Keine Scham haben Touristen, den Wildwuchs der New Yorker Schaufensterpuppen zu fotografieren.

Neuer Trend?

Wirbel um haarige US-Schaufensterpuppen

New York - Ausgerechnet in den USA, wo Körperbehaarung bei Frauen wenig gut gelitten ist, setzt ein US-Textilunternehmen wieder auf "unten mit" - und sorgt so für Aufsehen.

Zur Freude oder zum Entsetzen der Passanten tragen in einem New Yorker Schaufenster die Puppen Schamhaare, und das reichlich - unter transparenter Unterwäsche ist deutlich ein dichter schwarzer Pelz zu sehen. Mit der provokanten Aktion will die Modemarke American Apparel rechtzeitig zum Valentinstag am 14. Februar auf die "natürliche Schönheit" von Frauen hinweisen, wie Kreativ-Chefin Iris Alonzo erklärte.

"Wir wollen die Passanten zum Nachdenken anregen, was 'sexy' ist - das bedeutet, wie sehr sie sich mit den natürlichen Formen der Frau wohlfühlen", sagte sie. "Vor allem aber wollen wir, dass sie einige unserer Lieblingsstücke der Saison ausprobieren", fügte sie noch hinzu.

Bei den Passanten trafen die haarigen Puppen auf gemischte Reaktionen. "Ich finde sie toll", sagt etwa der 41-jährige Passant Marc Mangano der Nachrichtenagentur AFP. "Irgendwie wirkt es realistisch, auch wenn sich die meisten Frauen heutzutage ein bisschen mehr rasieren". Studentin Minjung findet die Puppen "cool, aber trotzdem ein wenig eigenartig". Und Layla Khabiri hält das Ganze für einen "leicht durchschaubaren Verkaufstrick".

Offenbar ist die Modemarke selbst nicht sicher, ob sie tatsächlich einen Trend zu mehr Natürlichkeit lostreten will: Vorsichtshalber sind die Schaufensterpuppen nur in einem Laden in New Yorks Lower East Side zu sehen. Eine Ausweitung der Kampagne auf ganz Manhattan oder gar den Rest der USA ist derzeit nicht geplant.

afp

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