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Fast zwei Jahre nach dem Absturz einer Air-France-Maschine über dem Atlantik mit 228 Toten hat ein Suchschiff Teile des Wracks geortet (Archivbild).

Wird das Rätsel um Todesflug 447 gelöst?

Paris - Dreimal scheitert die Suche nach dem Wrack von Todesflug AF 447, die vierte Aktion ist erfolgreich. Tauchroboter finden auf dem Grund des Atlantiks Wrackteile. Auch Leichen werden entdeckt.

Leichen, Triebwerke, Flügelteile: Fast zwei Jahre nach dem Absturz eines Air-France-Flugzeugs über dem Atlantik mit 228 Toten nähren neue Funde die Hoffnung auf Aufklärung. Das Schiff “Alucia“ mit seinen Tauchrobotern habe sie in einem neuen Suchgebiet geortet, erklärte die französische Unfallermittlungsbehörde BEA.

Der Air-France-Flug AF 447 hatte am 1. Juni 2009 in einer Katastrophe geendet. Frankreichs Verkehrsministerin Nathalie Kosciusko-Morizet sagte, auf dem Grund seien Leichen geortet worden und ein großer zusammenhängender Teil des Flugzeugs. “Identifizierungen sind möglich“, erklärte die dem TV-Sender France-Info. Es gebe gute Hoffnung, die Datenrekorder zu finden, die Messwerte und Cockpitgespräche aufzeichnen, betonte ein Sprecher des Flugzeugherstellers Airbus. “Nur mit der Bergung und dem Auslesen der Flugdatenschreiber wird sich letztendlich die Unglücksursache bestimmen lassen.“  

Bilder: Air-France-Flug 447 wird vermisst

Bilder: Air-France-Flug 447 wird vermisst

Die von den Tauchrobotern in 3000 bis 4000 Metern Tiefe fotografierten Wrackteile - Triebwerke und Flügeltrümmer - sind nach ersten Erkenntnissen gut erhalten. Sie liegen in einem Trümmerfeld dicht beieinander. Einen der Roboter hatte das Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften, IFM Geomar, zur Verfügung gestellt. Die erst vor wenigen Tagen begonnene vierte Suchaktion wird von Air France und Airbus mit insgesamt rund 9,2 Millionen Euro finanziert.

Der zweistrahlige Airbus A330 war auf dem Weg von Rio nach Paris in einer Unwetterfront abgestürzt, nachdem die Geschwindigkeitsmesser und mehrere Geräte ausgefallen waren. 28 der 228 Opfer waren Deutsche. Die automatisch gefunkten Meldungen des Jets und die aus dem Atlantik gefischten Wrackteile reichten nicht aus, die Ursache der Katastrophe zu klären. Ein erster Verdacht hatte sich auf die Pitot-Sonden zur Geschwindigkeitsmessung konzentriert. Nach Ansicht der BEA hätte deren Versagen allein jedoch kaum einen Absturz zur Folge haben können.

dpa

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