Freunde und Bekannte helfen aus

Wirt schließt Lokal für einen Tag - der Grund dafür ist deprimierend

Ein Wirt aus dem österreichischen Feldkirchen in Oberösterreich ist betrübt, weil die Geschäfte nicht gut laufen. Deshalb greift er jetzt zu ungewöhnlichen Maßnahmen.

Feldkirchen - Ein Schild, ein paar Zeilen - mehr nicht. So machte ein Wirt auf einem Schild vor seinem Restaurant auf ein großes sozialpolitisches Problem aufmerksam. Er schrieb folgende kurze Zeilen: „Heute geschlossen - Kein Personal, aber 500.000 Arbeitslose. Sorry. Der Wirt.“

Foto: privat

Der Wirt, Martin Hintringer, erklärte dem Kurier, dass er gefrustet sei: „Ich finde keine Mitarbeiter mehr. Mehr Gehalt ist leider nicht drin, weil der Staat schon so viel nimmt“. Damit sich das Lokal nahe eines Golfclubs über Wasser halten kann, helfen Familie und Freunde aus. Er hofft aber dennoch auf baldige Bewerbungen potenzieller Mitarbeiter.

Das Problem: Fehlender Arbeitswille und der Frust der Kunden

Ein Problem für den Arbeitermangel sei der „fehlende Arbeitswille“, erzählt Eveline Pichler, Chefin des Hotels „Donauhof“ in Emmersdorf, Bezirk Krems. Die Aussagen vieler Jobsuchenden seien haarsträubend: Wenn überhaupt jemand zum Vorstellungsgespräch kommen würde, dann hagelt es Ausreden. „Er hat gesagt, er habe keine Geld für den Sprit. Ein weiterer meinte, dass er nur bis 12 Uhr arbeiten will.“ 

Ein weiterer Grund, wieso sich niemand mehr in der Gastronomie bewerben möchte, sei der Frust der Gäste. Diese seien oftmals unfreundlich und sehr penibel - wenn da dann etwas nicht ihren Vorstellungen entspräche, luden sie ihren ganz Frust auf die Servicekräfte ab. Und „das will keiner ertragen“, meint auch ein Gastronom aus Linz, der bereits seit über 25 Jahren als Wirt tätig ist.

nm

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