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Wissenschaftler finden Spuren Europas in kanadischer Arktis

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Hannover - Spuren Europas haben deutsche Forscher bei einer Expedition in der kanadischen Arktis entdeckt - auf einem der nördlichsten Landgebiete der Erde.

Die Wissenschaftler und Techniker der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe seien mit fast 2,5 Tonnen Gesteinsproben von Ellesmere Island zurückgekehrt, teilte die Behörde am Freitag in Hannover mit. Sie wollen beweisen, dass das von Eis und Wasser bedeckte Gebiet zu Urzeiten zum europäischen Kontinent gehörte. In den Gesteinen und Strukturen seien nun Hinweise darauf entdeckt worden, dass die Spitze des heutigen Nordamerika die Fortsetzung des westlichen Teils von Spitzbergen sein könnte.

Für ihre geowissenschaftlichen Erkundungen hatten die Forscher insgesamt 12 000 Quadratkilometer Land- und Wasserfläche an der Polarmeer-Küste aus der Luft mit einer am Hubschrauber befestigten Sonde vermessen. Als sich vor etwa 100 Millionen Jahren das Polarmeer durch die Kontinentalverschiebung zu öffnen begann und sich Europa und Nordamerika später voneinander trennten, blieb der nun untersuchte Landzipfel "Pearya" an der Nordspitze Amerikas hängen. Seitdem ist er fester Bestandteil Nordamerikas.

Die derzeitigen Erforschungen seien nicht nur von wissenschaftlicher sondern auch von großer wirtschaftlicher Bedeutung für die Frage nach dem möglichen Vorkommen von Rohstoffen in der Arktis, erklärte die Bundesanstalt.

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