+
Die Explosionen wurde möglicherweise durch ein Feuerwerk ausgelöst.

Ein Bewohner in Lebensgefahr

Wohnhaus in Bielefeld explodiert

Bielefeld - Mehrere Explosionen in einem Bielefelder Wohnhaus haben am Sonntag neun Menschen verletzt. Ein Bewohner schwebe in Lebensgefahr, sagte eine Polizeisprecherin.

 Drei weitere Menschen im Haus sowie fünf außerhalb des Gebäudes wurden leicht verletzt. Offenbar waren Feuerwerkskörper in dem Haus gelagert worden. Anwohner hätten mehr als eine Viertelstunde lang Dauerexplosionen gehört. Dazu seien Raketen unkontrolliert durch die Gegend geflogen und bunte Feuerbälle explodiert.

Ein Teil des Gebäudes stürzte ein. In anliegenden Häusern gingen den Angaben zufolge Fensterscheiben zu Bruch. Hochgeschleuderte, faustgroße Steine übersäten im Umkreis von 100 Metern die Straße. Das Haus habe in Flammen gestanden, sagte die Sprecherin. Ein Rauchpilz stieg 100 Meter hoch in den Himmel. Auf einem benachbarten Grundstück begrub ein einstürzender Carport mehrere Autos. Daneben standen Bäume in Flammen. Zwei Nachbarhäuser wurden evakuiert. Insgesamt waren 150 Rettungskräfte im Einsatz.

Ein Hubschrauber schwebte am Nachmittag über der bizarren Szene, während Menschen in der Umgebung vor umherfliegenden Steinen und Raketen in Deckung gingen. Wieso in dem Haus Feuerwerk in großen Mengen lagerte war ebenso unklar wie die Frage, ob es sich um legale Pyrotechnik handelt. Bekannt war laut Polizei, dass einer der Bewohner einen sogenannten Sprengstoffschein besaß. Ein Sprengstoffschein - auch Pulverschein genannt - erlaubt den Erwerb von Sprengstoffen für den privaten Umgang.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Rentner (83) stürzt mit PKW in See
In Rheinland-Pfalz ist ein Rentner beim Parken mit seinem Wagen in einen See gestürzt. Die anschließende Rettung gestaltete sich zunächst schwierig. 
Rentner (83) stürzt mit PKW in See
Mann will Frau helfen und wird brutal verprügelt
Niklas Holtmann (24) wollte einer jungen Frau helfen. Seine Courage machte ihn zum Opfer eines Gewaltdeliktes und brachte ihm einen viertägigen Krankenhausaufenthalt ein.
Mann will Frau helfen und wird brutal verprügelt
Linken-Politiker Tempel: Drogenbeauftragte enttäuscht
Berlin (dpa) - Die Partei Die Linke hat der Drogenbeauftragten Marlene Mortler (CSU) eine enttäuschende Bilanz in der zu Ende gehenden Legislaturperiode vorgeworfen.
Linken-Politiker Tempel: Drogenbeauftragte enttäuscht
Das sind die drei Tatorte von Spanien
Bei dem Terroranschlag in Spanien und dem nächtlichen Einsatz der Polizei spielten drei Orte eine Rolle:
Das sind die drei Tatorte von Spanien

Kommentare