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Goldene Schmuckstücke eines zeremoniellen Gewandes aus der Spätantike sind Teil des  "Barbarenschatzes".

Illegale Grabung vor Gericht

Wollte Finder den "Barbarenschatz" unterschlagen? 

Frankenthal - Weil er den Fund eines illegal ausgegrabenen einmaligen Gold- und Silberschatzes erst nach Monaten meldete, muss sich ein Mann vor Gericht verantworten. Er selber spricht von "Forscherehrgeiz".

Der junge Mann hatte nach eigener Aussage den gut 100 Stücke umfassenden Schatz aus der Spätantike im Mai 2013 bei Rülzheim entdeckt, als er ohne Genehmigung mit einer Sonde den Boden absuchte.

Den Schatz hatte der junge Mann illegal in der Pfalz ausgegraben.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 23-Jährigen Unterschlagung vor. Vor den Richtern des Frankenthaler Landgerichts sagte der Angeklagte am Mittwoch, er habe den Wert des in der Südpfalz gemachten Fundes nicht gleich erkannt und erst klären wollen, um was es sich handele. „Ich wollte ein bisschen als Forscher dastehen, Forscherehrgeiz zeigen und den Fund so gut wie möglich dokumentieren, bevor ich ihn abgebe“, sagte der 23-Jährige. Als er beklagte, dass er kriminalisiert werde, applaudierten zahlreiche Zuschauer im Saal.

Bei der Verlesung der Anklage hatte ihm die Staatsanwältin vorgeworfen, er habe den Wert des sogenannten „Barbarenschatzes“ sehr wohl erkannt und ihn genommen, um ihn zu behalten. Ob am Mittwoch in Urteil fällt, war zunächst unklar.

dpa

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