22-Jährige vor Gericht

Wollte Frau ihr Baby für 850 Euro verkaufen?

Istanbul - Weil sie ihr Baby für umgerechnet knapp 850 Euro verkaufen wollte, steht eine Indonesierin in den Vereinigten Arabischen Emiraten vor Gericht.

Wie die Zeitung „The National“ (Online) am Sonntag aus der Verhandlung berichtete, war die Frau als Hausangestellte in das Emirat Ras al-Chaimah gekommen. Sie sei 2011 aus dem Haus ihres Arbeitgebers geflüchtet und habe später in Dubai als Prostituierte gearbeitet.

Dabei hatte sie sich den Angaben nach in einen Freier verliebt und wurde schwanger. Weil es ihr an Geld mangelte, habe sie ihr neugeborenes Mädchen Familien zum Kauf angeboten. Zeugen informierten daraufhin die Polizei. Die geständige 22-Jährige muss sich laut Bericht nun wegen Menschenhandels und Prostitution verantworten.

In den Golfstaaten sind ausländische Hausangestellte die Regel. Da die Arbeitgeber dort für die Ausländer „bürgen“, sind diese ihnen oft auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Menschenrechtler kritisieren diese Praxis als moderne Sklaverei.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Sturmtief „Friederike“: Sechs Menschen kommen ums Leben
Bisher drei Tote, der Fernverkehr der Bahn bundesweit eingestellt. Schuld ist das zum Orkan hochgestufte Sturmtief „Friederike“. Alle aktuellen Entwicklungen im …
Sturmtief „Friederike“: Sechs Menschen kommen ums Leben
Weg nach St. Anton frei: Straßensperren nach Lawinengefahr aufgehoben
Der österreichische Wintersportort St. Anton am Arlberg ist wieder per Auto erreichbar.
Weg nach St. Anton frei: Straßensperren nach Lawinengefahr aufgehoben
Klimabehörden: 2017 unter den drei wärmsten Jahren
Genf (dpa) - Das Jahr 2017 war nach Angaben mehrerer Klima-Institutionen unter den drei wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen. Dabei habe es diesmal nicht wie in den …
Klimabehörden: 2017 unter den drei wärmsten Jahren
Vorsicht: Teewurst wegen Salmonellen zurückgerufen
Wegen Salmonellen hat die Westfälische Fleischwarenfabrik Stockmeyer eine Charge Teewurst zurückgerufen.
Vorsicht: Teewurst wegen Salmonellen zurückgerufen

Kommentare