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Fahrkarten-Kontrolleure sind in Zivil viel effektiver. 

Fünf Merkmale

Insider packt aus: Woran man Fahrkarten-Kontrolleure erkennt

Fahrkartenprüfer tauchen oft aus dem Nichts auf. Wer viel mit Bus, Tram und S-Bahn unterwegs ist, weiß das. Doch wie erkenne ich zivile Fahrkarten-Kontrolleure? 

München - Es gab mal Zeiten, als Fahrkarten-Prüfer in Uniform durch Busse und Bahnen gingen. Sie waren erkenntlich. Riefen lauthals: „Die Fahrkarten, bitte!“ Ehrliche Fahrgäste hatten genug Zeit, ihre Fahrscheine aus der Tasche zu holen. Die Unehrlichen konnten durch den nächstbesten Fluchtweg schlüpfen. Das scheint endgültig vorbei zu sein.  

Mittlerweile haben viele Kontrolleure ihre Uniform abgelegt. Sie sind in Zivil unterwegs. Immer mit der Hoffnung, dadurch noch mehr Schwarzfahrer zu erwischen. Die Taktik ist laut eines MVG-Sprechers klar: Der Fahrkarten-Prüfer ist in Zivil schwieriger zu erkennen und damit effektiver. 

Aber ganz so reibungslos funktioniert die Chamäleon-Taktik dann doch nicht. Trotz der zivilen Kleidung kann die Tarnung manchmal auffliegen. Ein Kontrolleur der Deutschen Bahn, der seinen Namen ungerne nennen möchte und oft in Zivil unterwegs ist, sagt uns, wie man Fahrkarten-Kontrolleure an fünf Merkmalen erkennen könnte.

So erkennen Sie Fahrkarten-Prüfer

1. Die auffällige Umhänge- bzw. Bauchtasche 

Häufig sind die Fahrscheinprüfer mit „modischen“ Umhängetaschen unterwegs. Schließlich muss das wichtigste Utensil irgendwo verstaut werden: das Kartenkontrollgerät. Zudem haben sie selten größeres Gepäck dabei, höchstens noch eine Bauchtasche für Schreibzeug. 

2. Die dicke Jacke

Haben die Kontrolleure keine Tasche dabei, hängen sie sich das Kartengerät auch gerne mal um die Schulter. Damit es dann nicht so auffällig ist, kann es praktisch unter einer dicken Jacke versteckt werden. Passend wäre zum Beispiel eine Dauenjacke. Damit aber nicht gleich alle Daunenjackenträger unter Generalverdacht gestellt werden: Unter andere Jacken passt das Gerät auch. 

3. Sie steigen im Team ein

Fahrkarten-Kontrolleure sind selten alleine unterwegs. Sie steigen oft zu zweit oder zu dritt in die öffentlichen Verkehrsmittel ein. Dabei nutzen sie unterschiedliche Türen. Nach einem kurzen Blickkontakt wird kontrolliert. Auch dann, wenn die Bahn voll ist. 

4. Sie benutzen kein Smartphone

Wenn ein Kontrolleur reinkommt, muss er seine Umgebung konzentriert beobachten. Da bleibe keine Zeit, eine Zeitung zu lesen oder schnell eine Nachricht auf dem Smartphone aufzutippen, so der Insider. Schließlich muss man auch flexibel bei der Kontrolle sein. 

5. Meistens stehen sie an der Tür 

Wenn die Tür schließt, warten Fahrscheinprüfer oft einen Moment, um mit der Fahrkarten-Kontrolle zu beginnen. Dabei stellen sie sich oft direkt an die Tür, damit ein Schwarzfahrer nicht direkt entwischen kann. 

So erkennen Twitter-User Fahrkarten-Kontrolleure

Geübter Umgang mit Fahrgästen

Für den Job als Fahrkarten-Kontrolleur braucht man nicht nur starke Nerven, eine große Portion Mut gehört dazu. Im Interview mit der tz spricht der Chef der MVG-Kontrolleure Eduard Imblon (54) über den harten Alltag im Beruf: „Wir arbeiten in einem der sichersten Nahverkehrssysteme überhaupt. Aber tatsächlich verzeichnen wir einen deutlichen Anstieg der Angriffe auf unsere Mitarbeiter“, sagt Eduard Imblon.

Immer wieder werden Kontrolleure von Fahrgästen bedroht. Deshalb wird der Umgang mit schwierigen Fahrgästen, vor allem mit Schwarzfahrern, geübt.  

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Vorsicht vor Betrügern

Die Verkehrsbetriebe haben des öfteren vor falschen Fahrkarten-Kontrolleuren gewarnt. B etrüger trieben in S- und U-Bahnen ihr Unwesen und versuchten, teilweise mit gefälschten Ausweisen, von den Fahrgästen Strafen zu kassieren. Wenn Sie sich bei der Kontrolle unsicher sind, ob es sich um einen echten Fahrkarten-Prüfer handelt, dann fragen Sie nach dem offiziellen Ausweis.   

Marko Orlovic

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