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Wuppertal war seit dem 16. Juli vom Bahnnetz abgekoppelt. Foto: Marcel Kusch

Nach sechs Wochen

Wuppertal endlich wieder ans Bahnnetz angeschlossen

Seit dem Morgen fahren die Züge in Wuppertal wieder - nachdem der Bahnverkehr in der Großstadt während der gesamten Sommerferien eingestellt war. Eine kleine Panne trübt die Freude.

Wuppertal (dpa) - Nach einer mehr als sechs Wochen langen Unterbrechung fahren wieder Züge von und nach Wuppertal. Der Start mit dem neuen Stellwerk klappte am frühen Mittwochmorgen nach Angaben einer Bahnsprecherin fast reibungslos - bis auf eine kleine Panne.

Ein Signalfehler brachte die S-Bahn auf der Linie 9 aus dem Takt. Das sei jedoch nach etwa einer Stunde in Ordnung gebracht worden, sagte die Sprecherin.

Wuppertal war seit dem 16. Juli vom Bahnnetz abgekoppelt gewesen, weil ein neues elektronisches Stellwerk installiert wurde. In den Sommerferien waren daher täglich zehntausende Pendler zwischen Wuppertal, Solingen und Düsseldorf auf Busse mit längerer Fahrtzeit angewiesen. Der Fernverkehr mit ICE- und IC-Zügen wurde über das Ruhrgebiet umgeleitet.

Der erste Zug nach der langen Sperrung war laut Fahrplan um 4.33 Uhr eine S-Bahn ab Wuppertal Hauptbahnhof nach Solingen. Der komplette Stopp des Bahnverkehrs in der Stadt mit 350 000 Einwohnern war ein beispielloser Einschnitt in den Bahnverkehr in Nordrhein-Westfalen.

Der Fahrgastverband Pro Bahn in NRW wies darauf hin, dass im Schienenverkehr in Nordrhein-Westfalen weitere große Maßnahmen anstünden, unter anderem der Bau eines elektronischen Stellwerks am Kölner Hauptbahnhof.

In den Sommerferien sei die Sperrung in Wuppertal deutlich besser abgelaufen als in der ersten Runde in den Osterferien, sagte Pro-Bahn-Sprecher Lothar Ebbers. Rund um Ostern hatten Busfahrer teils die Routen nicht gekannt. Es gab viel zu wenig Servicepersonal, um Reisenden die Wege an den Umsteigebahnhöfen zu weisen. In den Sommerferien wurden mehr Busse, Personal und Fahrten angeboten.

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