"Fürchterliche Messe"

Nach "Wut-Traueranzeige": Erzbistum entschuldigt sich

Kerpen - Nach einer Traueranzeige in NRW, in der sich Angehörige für die "fürchterlich abgehaltene Messe" entschuldigten, hat sich das Erzbistum Köln zu Wort gemeldet.

Update: Das Erzbistum Köln hat sich bei den Angehörigen entschuldigt: "Es stimmt uns sehr traurig, eine solche Anzeige zu lesen", heißt es in einem Facebook-Posting. "Wir bedauern es, dass die Beerdigung so verlaufen ist und einem Teil der Angehörigen nicht gefallen hat. Trauergottesdienste und Beerdigungen sollen den Angehörigen bei ihrem Abschied von den Verstorbenen und bei der notwendigen Trauerarbeit helfen. Vor allem sollen sie auch in der schweren Zeit des Abschieds Ausdruck der christlichen Hoffnung auf ein Leben nach dem Tod in der Geborgenheit Gottes sein. Dafür engagieren sich unsere Priester und Diakone. Es tut uns leid, dass das in diesem Fall nicht gelungen ist."

Wut-Traueranzeige als Kritik am Pfarrer

Was ist bei dieser Trauerfeier im  Rhein-Erft-Kreis (NRW) wohl schief gelaufen? Fest steht: Die Angehörigen waren nach der Messe mächtig sauer auf den Pfarrer. Die Kinder des Verstorbenen baten mit dieser ungewöhnlichen Anzeige die anderen Gäste der Trauerfeier um "Entschuldigung". 

Laut Express wollten die Angehörigen auf Anfrage nicht darüber sprechen, was genau im Gottesdienst passiert ist. Noch immer nehmen sie die Ereignisse noch zu stark emotional mit. Ein Familienmitglied bestätigte gegenüber der Rheinischen Post allerdings die Echtheit der Anzeige. 

Wenn der Verstorbene das gehört hätte - er hätte sich im Grabe herumgedreht. - Gefunden von Marc Kahpunkt.

Posted by Kurioses aus der Presseschau on Dienstag, 29. März 2016

Betrunkener Pfarrer und ein Imam am Handy

So bleibt zunächst rätselhaft, was den Gottesdienst so "fürchterlich" machte. Auf Facebook wird die Anzeige aber ausgiebig kommentiert, nachdem der Ausschnitt am Dienstag auf der Seite "Kurioses aus der Presseschau" gepostet wurde. 

Dort berichteten andere Facebook-Nutzer von ärgerlichen Erlebnissen auf Trauerfeiern. "Hab ich erlebt bei einer muslimischen Beerdigung in Berlin Tempelhof. Der Imam ging ständig ans Handy. So eine Sauerei hab ich noch nicht erlebt", ist da unter anderem zu lesen. "Bei meinem Vater hat die Rednerin zweimal den falschen Vornamen gesagt! Fand ich auch ziemlich unschön", so eine andere Facebook-Nutzerin. 

Schlimm auch dieses Erlebnis, das Sandra G. im Kommentarbereich schilderte: "Habe das vor fast neun Jahren auf der Beerdigung meiner Mutter auch erfahren. Nicht nur, dass der Pastor betrunken war und in der Leichenhalle Kerzen umgeschmissen hat - er hat auch noch mehrfach den falschen Namen gesagt. Das bleibt leider für immer in Erinnerung."

Eigene Grabrede selber aufnehmen?

Bei solchen Erlebnissen ist es kein Wunder, dass Facebook-Nutzer Alexander F. diesen Weg gehen will: "Ich glaube, ich werde zu Lebzeiten meine eigene Grabrede selbst schreiben und auf Video aufnehmen." Klingt nach einer originellen Idee - die hatten vor ihm bereits andere Verstorbene. Als Antwort kam nämlich von Kolja S.: "Ich habe so etwas letztes Jahr hören dürfen. War wirklich sehr schön und ist sehr zu empfehlen. Es wurde vorgelesen."  

Rubriklistenbild: © Screenshot facebook.com/kuriosesausderpresseschau

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