WWF: Schlamm-Katastrophe war vermeidbar

Frankfurt/Main  - Der Giftschlamm-Unfall in Ungarn hätte nach Ansicht der Umweltstiftung WWF möglicherweise verhindert werden können.

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Dafür hätten sich die ungarischen Behörden, der Betreiber der Chemieanlage und die EU allerdings an die Empfehlungen eines zehn Jahre alten Berichts über einen Unfall in Rumänien halten müssen, teilte der WWF Deutschland am Donnerstag in Frankfurt mit. “Die damals beanstandeten Management- und Konstruktionsfehler hätten zu einem Umdenken führen müssen. Als Konsequenz hätten alle Absetzbecken in ähnlichen Industrieanlagen überprüft und verbessert werden müssen“, erklärt WWF-Experte Petr Obrdlik in der Mitteilung.

Im Januar 2000 war cyanidhaltige Lauge nach einem Dammbruch in einer Goldrecycling-Anlage im rumänischen BaiaMare freigesetzt worden. Die Folge war ein Fischsterben in den Flüssen Szamos und Theiß, bevor die Giftwelle Ungarn erreichte.

Giftschlamm überspült Ort in Ungarn

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Zwar sei die chemische Zusammensetzung des Schlamms damals eine ganz andere gewesen, aber die Bedingungen, die zu den beiden Katastrophen führten, seien nach derzeitigem Kenntnisstand zumindest ähnlich, teilte der WWF mit. Eine internationale BaiaMare Task Force mit Beteiligung des WWF sei zu dem Ergebnis gekommen, dass der Unfall vor allem durch eine ungeeignete Dammkonstruktion, das unsachgemäße Management der Absetzanlagen und mangelnde behördliche Kontrollen möglich gewesen sei.

dpa

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