Yacht vor Irland gestoppt

Eine Tonne Kokain an Bord: Vier Festnahmen

Cork - Im Schutz der Dunkelheit stoppt die irische Marine eine Jacht, fast 400 Kilometer von der Küste entfernt. An Bord finden sie Drogen im Wert von mutmaßlich vielen Millionen Euro.

Drogen im Wert von vielen Millionen Euro haben irische Marinesoldaten auf einem Schiff gefunden. Die „Makayabella“ soll eine Tonne Kokain im Wert von rund 80 Millionen Euro an Bord gehabt haben, berichtete die Nachrichtenagentur PA am Donnerstag. Militär und Polizei wollten Art, Umfang und Wert der Drogen am Donnerstag zunächst nicht bestätigen, es handele sich um „eine bedeutende Menge mutmaßlich illegaler Drogen“.

Das Schiff sei in den Hafen von Cork gebracht worden und vermutlich noch nicht einmal entladen, sagte eine Sprecherin des Militärs der Nachrichtenagentur dpa. Nach Informationen des „Irish Independent“ war die Jacht Mitte August von der Insel Trinidad aus gestartet und zunächst in venezuelanische Gewässer gefahren, wo das Kokain an Bord gebracht wurde.

Die Einsatzkräfte hatten die „Makayabella“ bereits am frühen Dienstagmorgen rund 200 Seemeilen (370 Kilometer) vor der Südküste Irlands abgefangen, den Einsatz aber zunächst geheim gehalten. Drei Männer an Bord wurden festgenommen. Sie sollen Briten sein und leisteten den Soldaten keine Gegenwehr. Am Donnerstag wurden sie in Cork von der Polizei verhört. Ein vierter Mann wurde im Zusammenhang mit dem Fall in der englischen Grafschaft West Yorkshire festgenommen, wie britische Behörden bestätigten.

Zwei Marineschiffe waren an dem Einsatz beteiligt, der nachts und „unter schwierigen Bedingungen“ durchgeführt worden sei, teilte das irische Militär mit. Auf dem Meer südwestlich von Irland werden immer wieder Schmuggler gefasst, die Drogen aus Südamerika oder Afrika nach Europa bringen wollen. Im Jahr 2007 hatten die Einsatzkräfte eine Rekordmenge Kokain im Wert von 440 Millionen Euro beschlagnahmt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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