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Kleine Kameras sollen den Polizisten in schwierigen Situationen helfen.

Nach Rassismus-Vorwürfen

New Yorker Polizisten bekommen Körper-Kameras

New York - "Transparenz und Verantwortlichkeit" sollen die kleinen Kameras am Körper der Polizisten schaffen. Währenddessen wird wieder ein Polizist nach dem Tod eines Afroamerikaners freigesprochen.

Die US-Ostküstenmetropole New York rüstet etwa 60 Polizisten im Rahmen eines Pilotprojekts mit Körperkameras aus. Die Testphase soll drei Monate dauern und "das Vertrauen zwischen der Polizei und den Gemeinschaften" stärken, wie die Behörden am Mittwoch mitteilten. Die flachen Minikameras werden demnach an der Uniformjacke befestigt. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio sagte, die Kameras sollten "ein Gefühl von Transparenz und Verantwortlichkeit" schaffen. In der Metropole sind etwa 35.000 Polizisten im Einsatz.

US-Präsident Barack Obama hatte am Montag angekündigt, die Polizeibehörden von Bundesstaaten und Kommunen mit 75 Millionen Dollar (rund 60 Millionen Euro) zu unterstützen, um insgesamt 50.000 Körperkameras anzuschaffen. Damit reagierte Obama auf die Kontroverse um die tödlichen Polizeischüsse auf einen schwarzen Jugendlichen in Ferguson.

Der weiße Polizist Darren Wilson hatte Anfang August in der Kleinstadt im Bundesstaat Missouri den Teenager Michael Brown erschossen. Nach eigenen Angaben handelte Wilson bei einem Handgemenge in Notwehr, der 18-jährige Brown war aber unbewaffnet.

Wieder ein Vorfall wie in Ferguson

Erneut muss sich ein weißer Polizist in den USA nicht für den Tod eines Afroamerikaners unter zweifelhaften Umständen verantworten. Eine sogenannte Grand Jury in New York verzichtete Medienberichten zufolge am Mittwoch auf eine Anklage gegen einen Polizeibeamten, der einen schwarzen Familienvater bei einer Festnahme in den Würgegriff genommen hatte. Die Geschworenen kamen zu dem Schluss, dass die Beweise für eine Fortsetzung des Strafverfahrens nicht ausreichten.

Der 43-jährige Eric Garner war Mitte Juli im New Yorker Stadtteil Staten Island von mehreren weißen Polizisten niedergerungen worden, die ihn des illegalen Zigarettenverkaufs verdächtigten. Auf einem Amateurvideo ist zu sehen, wie einer der Beamten ihn im Würgegriff hält. Der unter Asthma leidende, übergewichtige Mann beschwert sich in dem Video mehrmals, dass er keine Luft mehr bekomme. Dann verliert er das Bewusstsein. Im Krankenhaus wurde der sechsfache Vater dann für tot erklärt.

In der vergangenen Woche hatte die Entscheidung einer Grand Jury im Bundesstaat Missouri für Empörung gesorgt, die von einer Anklage gegen den weißen Polizisten Darren Wilson absah. Wilson hatte Anfang August bei einem Einsatz in der Kleinstadt Ferguson den schwarzen Teenager Michael Brown erschossen. Der Polizist handelte nach eigenen Angaben nach einem Handgemenge in Notwehr, allerdings war der Jugendliche unbewaffnet.

Der Anklageverzicht führte zu landesweiten Protesten, in Ferguson gab es Ausschreitungen und Plünderungen. Die Entscheidung der Grand Jury bestärkte Afroamerikaner in ihrem Verdacht, systematisch von Polizei und Justiz benachteiligt zu werden.

AFP

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