Nach Unglück: New Yorker meiden Aufzüge

New York - Geschockt von dem grausamen Unglück im Aufzugschacht eines Wolkenkratzers, bei dem eine Frau zerquetscht wurde, steigen viele New Yorker derzeit die Treppen in ihr Büro.

Eine Angestellte einer großen Werbefirma an Manhattans Madison Avenue war diese Woche von einem offensichtlich defekten Fahrstuhl erfasst und zu Tode gequetscht worden. Nach US-Medienberichten stand die 41-Jährige mit einem Fuß im Lift und mit dem anderen davor, als sich der Fahrstuhl plötzlich in Bewegung setzte.

Sie wurde in der Tür eingeklemmt mit in die Höhe gezogen. Im engen Schacht zwischen dem Erdgeschoss und ersten Stock blieb der Aufzug stecken. Zwei Augenzeugen, ein Mann und eine Frau in dem Fahrstuhl, erlebten den Horror aus nächster Nähe mit, konnten aber nichts tun. Sie wurden erst eine Stunde später zitternd und schluchzend aus dem Lift befreit. Dem Opfer war nicht mehr zu helfen.

Die “New York Times“ erfuhr, dass der Aufzug nur Stunden zuvor gewartet worden war. Der Büroturm wurde nach dem Unglück geschlossen, seine 13 Fahrstühle außer Betrieb gesetzt. Die Stadtverwaltung ordnete eine Überprüfung aller Aufzüge an, die von der gleichen Elektrofirma gewartet werden.

In New York sind der Zeitung zufolge etwa 60 000 Aufzüge im Einsatz. 2010 waren drei Menschen bei Unfällen mit einem Fahrstuhl ums Leben gekommen, 50 weitere Fälle gingen glimpflich aus.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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