Plakat-Wirbel: Radikale Muslime als "Wilde"

New York - Plakate, die radikale Muslimgruppen als unzivilisierte Wilde charakterisieren, sind seit Montag in U-Bahn-Stationen von Manhattan zu sehen. Der Aufschrei in New York ist groß.

Trotz scharfer Kritik im Vorfeld hielt die Urheberin Pamela Geller an ihrem Vorhaben fest. Sie fürchte keine gewaltsamen Proteste, erklärte die konservative Bloggerin.

Die New Yorker Verkehrsbehörde hatte die Aktion zunächst als erniedrigend abgelehnt, ein Gericht machte den Weg für Geller jedoch frei. In dem Text der Plakate heißt es: „Unterstützt in jedem Krieg zwischen dem zivilisierten Menschen und den Wilden den zivilisierten Menschen. Unterstützt Israel, schlagt den Dschihad.“

Vertreter muslimischer Organisationen bezeichneten die Aktion als Hetzkampagne. „Ich halte es für eine furchtbare Idee“, erklärte ein Fahrgast in New York. „Natürlich wird das für Kontroversen sorgen, wenn man eine Seite als Wilde und die andere als zivilisiert hinstellt.“ Die Plakate waren kürzlich auch auf Bussen in San Francisco angebracht.

Geller kämpfte einst gegen den Bau eines islamischen Zentrums in der Nähe von Ground Zero - dem Standort des bei den Anschlägen vom 11. September 2001 zerstörten World Trade Centers.

dapd

Rubriklistenbild: © ap

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Nach Feuerinferno: Noch 27 gefährliche Hochhäuser entdeckt
Der ausgebrannte Grenfell Tower ist kein Einzelfall. Experten finden immer mehr Hochhäuser mit unzureichendem Brandschutz. In London verlassen deshalb Tausende Menschen …
Nach Feuerinferno: Noch 27 gefährliche Hochhäuser entdeckt
Feuergefahr vertreibt 4000 Menschen aus Hochhäusern in London
Der ausgebrannte Grenfell Tower ist kein Einzelfall. Experten finden immer mehr Hochhäuser mit unzureichendem Brandschutz: In London verlassen deshalb Tausende Menschen …
Feuergefahr vertreibt 4000 Menschen aus Hochhäusern in London
Nach drei Jahren hat Bahnhof Münster wieder eine Empfangshalle
Ihren größten Bahnhofsneubau seit mehreren Jahren hat die Bahn am Samstag in Münster eröffnet. Drei Jahre hatte der Bau des neuen Empfangsgebäudes gedauert.
Nach drei Jahren hat Bahnhof Münster wieder eine Empfangshalle
Viele Verschüttete bei Erdrutsch in China - eine Geschichte macht Hoffnung
Heftiger Regen hatte einen Berghang aufgeweicht. Ein Erdrutsch begräbt ein Dorf unter Geröllmassen. Hunderte Helfer suchen nach Überlebenden. Eine Geschichte macht …
Viele Verschüttete bei Erdrutsch in China - eine Geschichte macht Hoffnung

Kommentare