Ekel-Alarm bei Fleischhersteller: Firma stoppt sofort Produktion - Schaden in Millionenhöhe

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Die meisten Drogentoten in Deutschland gehen nach wie vor auf Heroinkonsum zurück.

Alarmierende Zahlen

Zahl der Drogentoten um fast 20 Prozent gestiegen

Berlin - In Deutschland werden wieder mehr Drogen genommen. Entsprechend sterben auch mehr Menschen an den Folgen ihres Drogenkonsums. Dabei führen vier Bundesländer das traurige Ranking an.

Nach einem jahrelangen Rückgang stieg die Zahl der erstmals auffälligen Heroinkonsumenten im vergangenen Jahr wieder um 15 Prozent und die der Kokainkonsumenten um sieben Prozent an, wie die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler (CSU) und der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA), Holger Münch, am Donnerstag in Berlin mitteilten. Zum vierten Mal in Folge stieg auch die Zahl der Drogentoten.

Insgesamt starben im vergangenen Jahr sind 1226 Menschen in Deutschland an ihrem Drogenkonsum. Das waren rund ein Fünftel beziehungsweise 19 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. Im Jahr 2014 hatte es 1032 Drogentote gegeben. Ein Jahr zuvor waren es 1002 Drogentote, 2012 noch 944. In den drei Jahren davor waren die Zahlen rückläufig.

Den stärksten Anstieg hätten Hessen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und das Saarland, hieß es. Auch in Berlin und Bayern gebe es deutlich mehr Drogentote. Unter den Toten seien 84 Prozent Männer. Das entspreche in etwa der Verteilung unter den Drogenabhängigen in Deutschland, sagte Mortler.

Insgesamt erhöhte sich dem Bericht zufolge die Zahl der erstauffälligen Konsumenten harter Drogen um rund vier Prozent auf 20.890 Menschen. Die Polizei registrierte im Jahr 2015 bundesweit insgesamt rund 282.600 Straftaten in Verbindung mit Rauschgift - ein Anstieg um zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Drogendelikte haben damit einen Anteil von fünf Prozent an allen in Deutschland polizeilich erfassten Straftaten.

Mortler erklärte, in Deutschland stürben zwar nach wie vor weniger Menschen an illegalen Drogen als in anderen Industriestaaten. "Dennoch ist jeder Drogentote einer zu viel", warnte sie. Die Drogen- und Suchtpolitik dürfe "nicht an Gewicht verlieren, das gilt insbesondere bei steigenden Todeszahlen".

Die Todesursachen ließen sich in der Regel nur schwer sicher feststellen. Einfache Antworten auf die Gründe der Drogenabhängigkeit gebe es nicht, erläuterte Mortler. Harte Drogen zu legalisieren lehnt sie weiter ab.

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dpa/afp

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