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Immer mehr Menschen in Deutschland ertrinken beim Baden.

In deutschen Seen

Zahl der Ertrunkenen deutlich gestiegen

Hannover - Immer mehr Menschen ertrinken in deutschen Gewässern. Im Jahr 2013 waren es 63 mehr als im Vorjahr. Insgesamt kamen 446 Badende in Seen und im Meer um.

In deutschen Gewässern sind im vergangenen Jahr deutlich mehr Menschen ertrunken als im Jahr zuvor. Insgesamt 446 Menschen fanden 2013 durch Ertrinken den Tod, das waren 63 mehr als im Vorjahr, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag in Hannover bekannt gab. Der DLRG führte den Anstieg vor allem auf den schönen Sommer mit seinen guten Badebedingungen zurück. Allein im warmen Juli 2013 seien 125 Menschen an den Küsten und in Binnengewässern ertrunken.

"Nach dem kühlen Frühling haben offenbar Übermut, Leichtsinn und Selbstüberschätzung zu diesem Anstieg geführt", sagte der DLRG-Präsident Hans-Hubert Hatje. Laut DLRG-Bilanz starben 365 Menschen in Binnengewässern, davon allein 182 in fließenden Gewässern. An Nord- und Ostsee verunglückten dagegen nur 26 Menschen tödlich. Weitere Opfer gab es in Hafenbecken, Kanälen, Gartenteichen und Wassergräben.

Zahl der ertrunkenen Kinder stark angestiegen

Von den Ertrinkungsopfern waren 214 älter als 51 Jahre. Stark angestiegen von 18 auf 34 ist die Zahl der ertrunkenen Kinder bis einschließlich 14 Jahren. Ähnlich wie in den Vorjahren waren rund 80 Prozent der Ertrinkungsopfer männlich.

Im Länderranking lag erneut Bayern mit 90 Opfern vor Niedersachsen mit 52 und Nordrhein-Westfalen mit 50. Bezogen auf die Bevölkerungszahl aber ist das Risiko des Ertrinkens in Mecklenburg-Vorpommern am höchsten. Im internationalen Vergleich steht Deutschland gut da: Es gehört mit einem Wert von nur 0,55 Toten auf 100.000 Einwohner zur Weltspitze mit den Niederlanden, Großbritannien und Schweden.

afp

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