Zahl der jugendlichen Gewalttäter gestiegen

Berlin - Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) stellt heute in Berlin die neueste polizeiliche Kriminalstatistik für das vergangene Jahr vor. Danach sank zwar die Zahl der erfassten Straftaten gegenüber 2006 leicht um 0,3 Prozent auf 6,28 Millionen Fälle.

Jedoch nahm bei den Körperverletzungen die Zahl der jugendlichen Tatverdächtigen um 4,2 Prozent auf fast 70 000 zu. Diebstähle waren die häufigsten Straftaten. Ihr Anteil lag bei fast einem Drittel. Deutlich zugenommen haben die Fälle von Computer- und Internetkriminalität. Einen dramatischen Anstieg von mehr als 50 Prozent verzeichnet die Statistik bei Verstößen gegen das Urheberrecht.

In der Statistik sind nur die von der Polizei erfassten Fälle enthalten. Daneben gibt es noch ein erhebliches Dunkelfeld. Die Zahl der erfassten Fälle ist zudem davon abhängig, wie effizient die Polizei arbeitet und wie hoch die Anzeigebereitschaft der Bürger ist. Auch Änderungen des Strafrechts wie beispielsweise die Einführung des Straftatbestands Stalking beeinflussen die Statistik.

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