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Österreich ändert Corona-Strategie - Gesundheitsminister verkündet neue Regeln

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Von: Martina Lippl

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Österreich: Der neue Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne), während der Pressekonferenz in Wien.
Österreich: Der neue Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne), während der Pressekonferenz. © Georges Schneider/imago

Österreich kündigt drastische Lockerungen bei der Corona-Quarantäne an. Ein Ende der durchweg kostenlosen Corona-Tests steht bevor.

Wien - Wie geht es im April mit der Corona*-Strategie in Österreich weiter? Der neue österreichische Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) stellte am Dienstag seinen Plan in Wien vor: im Fokus die Quarantäneregeln sowie die neue Corona-Test-Strategie.

Österreich schafft Quarantäne für ungeimpfte Kontaktpersonen ab - dürfen weiter arbeiten gehen

Für Ungeimpfte – also weder geimpft noch genesen – sollen die Quarantäneregeln gelockert werden. Mit FFP2-Maske dürfen „nicht vollständig geschützte Kontaktpersonen“ künftig weiter arbeiten und auch einkaufen gehen. Nur Veranstaltungen und Restaurants sind für Ungeimpfte weiter tabu. Die zehntägige Quarantäne-Pflicht ist damit dann weitgehend aufgehoben. Aktuelle Personalengpässe in Krankenhäusern und Schulen sollen damit umgangen werden.

Österreich: Corona-Tests bleiben im April weiter für alle gratis, aber beschränkt die Zahl

Dass sich bei den permanenten Corona-Gratis-Tests etwas ändert, kündigt die österreichische Regierung schon länger an. Unklar war zunächst, wie der Abschied davon aussehen soll. Nun setzt Österreich* die kostenlosen Corona-Tests fort, aber es gibt Grenzen: Ab 1. April würden für jeden Bürger jeweils fünf kostenlose PCR-Tests und fünf kostenlose Antigen-Tests im Monat zur Verfügung stehen, sagte Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne).

„Wer einen kostenlosen Test braucht, der erhält ihn auch“, sagte Rauch. Zusätzliche Tests für Menschen mit Symptomen und in heiklen Settings wie Altenheimen soll es laut dem Gesundheitsminister geben. Darüber hinaus soll das Pandemiegeschehen verstärkt über das Abwassermonitoring beobachtet werden.

In den vergangenen Pandemiejahren wurden knapp 300 Millionen Tests in Österreich durchgeführt, berichtet das ORF. Diese haben Österreich mehr als drei Milliarden Euro gekostet.

Corona-Infektionszahlen in Österreich extrem hoch

Beim Testen in den Schulen gibt es zunächst noch keine klare Linie. Dabei ist die Inzidenz in der Altersgruppe der Fünf- bis 14-Jährigen immens hoch*.

In Österreich lag die 7-Tage-Inzidenz zuletzt bei 3.394,2. Binnen eines Tages wurden am Dienstag 37.125 Corona-Neuinfektionen verzeichnet. Die Zahlen liegen seit Wochen auf einem hohen Niveau. Nichtdestotrotz hat Österreich die Impfpflicht vorerst aufs Eis gelegt. Im Nachbarland Deutschland liegt die Inzidenz aktuell bei knapp 1.600. (ml)*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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