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Drosten im „heute-journal“: Große Sorgen vor Omikron-Variante aber ein Hoffnungs-Wert für Bayern

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Der Virologe Christian Drosten im „heute-journal“ (ZDF) vom 28. November 2021.
Der Virologe Christian Drosten im „heute-journal“ (ZDF) vom 28. November 2021. © Screenshot: ZDF Mediathek

Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité ist einer der führenden Corona-Experten. Omikron könnte seiner Meinung nach nun die erste „Immunfluchtmutante“ sein.

Berlin - Zur vierten Welle kommt in Deutschland jetzt auch noch die neue Virusmutation namens Omikron. Die Einschätzung des Berliner Virologen Christian Drosten: „Ich bin schon ziemlich besorgt im Moment.“ Das sagte der Charité-Experte am Sonntagabend im ZDF-„heute journal“. Man wisse nicht allzuviel über die neue Variante. Berichte über milde Verläufe hätten noch nicht sehr viel Substanz angesichts von nur gut 1000 Fällen. Hier müsse man die klinischen Verläufe abwarten.

Auch könne man noch nicht sagen, wie sich die Variante hierzulande verhalte, wo viele Menschen geimpft seien. „Keiner kann im Moment sagen, was da auf uns zukommt. Das Einzige, was man wirklich mit Sicherheit sagen kann, ist: Es ist besser, wenn man geimpft ist. Es ist noch besser, wenn man geboostert ist“, sagte Drosten. Die verfügbaren Impfstoffe würden gegen einen schweren Krankheitsverlauf wohl schützen.

In Deutschland gibt es bereits Omikron-Verdachtsfälle. „Es fühlt sich aber anders an, als die ersten Informationen bei der Alpha- und der Delta-Variante. Darum finde ich, wir sollten das jetzt lieber ernstnehmen“, zitiert Welt Drosten.

Video: Omikron - Was wir über die neue Corona-Variante wissen

Corona-Mutation Omikron: Drosten fürchtet erste echte Escape-Variante

Man sehe, dass die Omikron-Variante häufig bei jungen Leuten in Südafrika auftauche und auch Menschen betreffe, die eine Erkrankung in der Corona-Pandemie schon hinter sich haben. Er habe die Sorge, dass man die erste wirkliche „Immunfluchtmutante“ (oder auch Escape-Variante) vor sich habe.

Drosten sprach ferner von einer „etwas unwägbaren Situation“ mit Blick auf 2G- oder 3G-Regeln in Deutschland. Man habe damit keine Erfahrung in einer Winterwelle. Die Situation könne auch kaum noch jemand modellieren. Drosten riet der Politik, genau auf die verschärften Regeln etwa in den Hotspots Sachsen, Bayern und Österreich zu achten. Hier sehe man langsam erste Effekte.

Drosten mit guter Nachricht für Corona-Hotspot Bayern? R-Wert rückläufig

Drosten verwies etwa auf einen rückläufigen R-Wert in Bayern in Richtung 1. Der R-Wert gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt - und damit, wie schnell sich ein Virus ausbreitet. Man müsse aber auf 0,7 kommen, um absehbar die Fallzahlen so zu senken, dass es zur Entspannung auf Intensivstationen führe.

Als eine positive Nachricht wertete Drosten auch, dass der Anteil von Infizierten, die beatmet werden müssen, zurückgeht. Das zeige, dass Booster-Impfungen langsam greifen. Der Prozess sei aber schleppend. Es kämen aber weiter Leute auf die Intensivstation. „Und das ist schrecklich“, sagte Drosten. (dpa/frs) *24vita.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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