ZDF-Moderator findet drastische Worte zur Coronakrise. Er will seine Zuschauer wachrütteln.
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ZDF-Moderator findet drastische Worte zur Coronakrise. Er will seine Zuschauer wachrütteln.

ZDF-Moderator spricht eindringlich

Corona-Klartext von Claus Kleber im „heute journal“ - diese 90 Sekunden unterstreichen den Ernst der Lage

ZDF-Moderator Claus Kleber findet drastische Worte im „heute journal“ über die Coronavirus-Pandemie. Er will die Zuschauer wachrütteln.

  • Die Ausbreitung des Coronavirus* hat sich zur Pandemie entwickelt.
  • Das Coronavirus ist nicht mehr aufzuhalten.
  • Claus Kleber findet im ZDF-“heute journal“ drastische Worte.

Mainz - Das Coronavirus hält die Welt im Griff - und Atem. Dabei verbreitet sich nicht nur das Virus selbst, sondern mit ihm auch immense Unsicherheit unter den Menschen. Aus diesem Grund ist es wichtig zu verstehen, warum die Bundesregierung beispielsweise scharfe Maßnahmen und Einschränkungen verordnet, die jetzt das komplette öffentliche Leben lahm legen wird. Moderator Claus Kleber versucht im ZDF-“heute journal“ durch Erklärung der aktuellen Lage Wissen und Verständnis darüber zu verbreiten, warum wir jetzt alle zuhause bleiben sollen - und findet drastische Worte.

Coronavirus im „heute journal“ (ZDF): „Die Corona-Pandemie ist nicht mehr zu stoppen“

„Was man bei alldem verstehen muss“, so beginnt ZDF-Moderator Claus Kleber in der Sendung und setzt dieses deutliche Statement hinzu: „Es geht nicht mehr darum zu verhindern, dass Menschen mit dem Virus zusammenkommen. Das ist eine Pandemie, sie ist nicht mehr zu stoppen.“ Mit den drastischen Worten appelliert Kleber trotzdem zur Besonnenheit und versucht darüber aufzuklären, dass die Ausbreitung des Virus nicht mehr aufzuhalten ist. Es geht jetzt nur noch um eines: und zwar um Verlangsamung

Kleber im „heute journal“: Zwei Drittel der Deutschen werden mit Corona in Kontakt kommen

Kleber bezieht sich dabei auf die Meinung von Experten und Fachleuten. Diese gehen nach ihrem momentanen Wissensstand davon aus, dass etwa zwei Drittel der Deutschen mit dem Virus in Kontakt kommen werden - und erkranken“, so der Moderator. Er verdeutlicht mittels einer Grafik das Ausmaß der Erkrankungen. 80 Prozent und somit die allermeisten der Erkrankten werde das Virus sehr leicht und leicht treffen. 20 Prozent werden nach Vermutungen der Experten ärztliche Hilfe benötigen, sechs Prozent intensivmedizinische Betreuung. Diese sechs Prozent entsprächen mehr als einer Million Menschen

Drastische Worte im ZDF-“heute journal“: Ausbreitung verlangsamen

Würde man die Viren ihrem natürlichen exponentiellen und rasanten Verlauf einfach überlassen, dann werden sie „Ärzte und Kliniken überwältigen“ und dadurch das Gesundheitssystem stark belasten. Daher sei es nun wichtig, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Das Ziel ist es, die unaufhaltsamen Ansteckungen mit der Krankheit über einen längeren Zeitraum - möglicherweise über das ganze Jahr hinweg - zu verteilen, damit für alle Erkrankten dieselbe Gesundheitsversorgung gewährleistet werden kann. 

„Dann werden immer noch genauso viele Menschen krank, aber nach und nach - und das Geschehen beruhigt sich“, erklärt der Moderator. Und „darum müssen wir zuhause bleiben.“ Deshalb ist „scheinbarer Kleinkram wie Händewaschen, keine Partys machen lebenswichtig“, betont Claus Kleber. Damit könne man nicht nur sich selbst schützen, sondern vor allem die Schwächsten und Kranken unserer Gesellschaft retten.

Übrigens: Auch NRW-Familienminister Joachim Stamp redete am Mittwoch Klartext in Sachen Corona. Er drohte Egoisten drastischere Maßnahmen an, falls sie sich nicht an die bereits geltenden Regeln halten sollten. 

*Merkur.de gehört zum Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk

jbr

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