Zehn Tote bei Anschlägen im Irak

- Bagdad - Bei mehreren Anschlägen im Irak sind am Wochenende nach Angaben des amerikanischen Militärs sechs US-Soldaten und mindestens vier irakische Zivilisten getötet worden.

Wie US-Militärsprecher General Mark Kimmitt in Bagdad mitteilte, starben am Samstag bei einem Anschlag auf den Verwaltungssitz der Stadt Samarra, 100 Kilometer nördlich von Bagdad, vier Iraker. 34 wurden verletzt. Auch drei US-Soldaten erlitten Verletzungen. Die Bombe habe einer US- Patrouille gegolten, die knapp verfehlt wurde.

Zwei US-Soldaten starben am Samstag auf einer Autobahn nördlich von Falludscha, 70 Kilometer westlich von Bagdad, als unter ihrem Fahrzeug ein Sprengsatz explodierte. In El Chalidija, 90 Kilometer westlich von Bagdad, starben am Samstag drei US-Soldaten und sechs wurden verletzt, als ein Selbstmordattentäter mit seinem Fahrzeug in einen US-Kontrollpunkt raste.

Ebenfalls am Samstag griffen in Bedschi, 200 Kilometer nördlich von Bagdad, Aufständische mit einer Panzerfaust einen US- Schützenpanzer vom Typ «Bradley» an. Der Fahrer des Panzers wurde schwer verletzt und starb am Sonntag in einem Militärkrankenhaus in Bagdad, bestätigte eine Sprecherin des US-Militärkommandos. Die Angriffe ereigneten sich alle im so genannten sunnitischen Dreieck. In dem Gebiet westlich und nördlich der Hauptstadt ist der Widerstand gegen die US-Besatzung besonders aktiv.

Der provisorische irakische Regierungsrat will vor der Verabschiedung einer Verfassung im kommenden Jahr keine Entscheidung über den Status der Kurdenregion im Norden des Landes fällen, sagte der Sprecher des Rates, Hamid el Kafai, am Sonntag in Bagdad auf Anfrage. Die kurdischen Parteien wollen die in den 90er Jahren etablierte Autonomie ihres Gebiets aufrechterhalten.

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