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Zehn Tote bei Schulmassaker

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- Washington - Beim Amoklauf eines Schülers sind im US-Staat Minnesota am Montag zehn Menschen ums Leben gekommen. Der Junge tötete an seiner Schule sieben Menschen und nahm sich dann vermutlich selbst das Leben, teilte ein Vertreter des US-Bundeskriminalamts FBI am Abend (Ortszeit) mit. Vor seinem Amoklauf habe der Schütze bereits zwei seiner Großeltern erschossen und wahrscheinlich von ihnen auch die Waffe gestohlen, mit der er dann in der High School das Blutbad anrichtete. Unter den Toten in der Schule sind nach ersten Erkenntnissen ein Sicherheitsbeamter und eine Lehrerin.

Das FBI hatte die Zahl der getöteten Schüler zunächst mit drei angegeben, dann aber um zwei Opfer erhöht, berichtete der Sender Fox News. Bei der Schießerei in der Schule in Red Lake, einem Indianerreservat, wurden nach Medienberichten außerdem vierzehn Schüler verletzt.

Es soll sich um die folgenschwerste Schulschießerei in den USA seit dem Massaker an der Columbine High School in Colorado handeln. Dort hatten im April 1999 zwei Schüler zwölf junge Leute und Lehrer und anschließend sich selbst umgebracht.

US-Medien zitierten einen Polizisten mit den Worten, der Junge habe anscheinend zunächst den Beamten getötet, dann in einem Flur die Lehrerin und anschließend in einem Klassenzimmer die Waffe auf seine Mitschüler gerichtet, bevor er sich selbst erschoss.

Rund eine Stunde nach dem Blutbad in der Schule seien in einem Haus die Leichen der Großeltern entdeckt worden, hieß es weiter. Über das Tatmotiv war zunächst nichts bekannt.

Das Reservat im Norden Minnesota beheimatet die ärmsten Indianerstämme in dem Bundesstaat, berichtete die Zeitung "Minnesota Star Tribune". Sämtliche 355 Schüler von Red Lake High seien indianischer Abstammung.

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