Kein Einzelfall

Zehnmal abgeschoben: Marokkaner kommt zehnmal nach Deutschland zurück

  • Franz Rohleder
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Frankfurt - Irre: Ein marokkanischer Intensivtäter (39) wurde bereits zehnmal aus Deutschland abgeschoben - und kam zehnmal wieder zurück. 

Wie die "Bild"-Zeitung (Dienstagausgabe) berichtet, ist Belaid Z. seit langem im Visier der Frankfurter Polizei. Immer wieder wurde er beim Drogenhandel erwischt. Nach Informationen der Boulevardzeitung geriet der Marokkaner ins Visier der "Gemeinsamen Arbeitsgruppe Intensivtäter", weil er im Bahnhofsviertel regelmäßig das hochgefährliche Rauschgift Crack verkauft. Auch wegen Urkundenfälschung und Hehlerei wurde bereits gegen ihn ermittelt. 51 Ermittlungsverfahren haben sich mittlerweile in seiner Strafakte gesammelt. Obwohl die Justiz seit Jahren gegen ihn vorgeht, führt er den deutschen Rechtsstaat immer wieder vor. Nach Informationen der "Bild" wurde der nordafrikanische Intensivtäter zwischen 2007 und 2015 bereits zehnmal auf Steuerzahler-Kosten in seine Heimat Marokko zurückgebracht. Aber nach jeder Abschiebung (die jeweils mit 5000 bis 7000 Euro zu Buche schlugen) kehrte er wieder nach Deutschland zurück. "Es ist immer nur eine Frage der Zeit, bis wir ihn wieder begrüßen", sagt ein Beamter der Zeitung.

Offenbar ist Belaid Z. kein Einzelfall. Nach Informationen der "Bild" kehrten zwei weitere nordafrikanische Intensivtäter nach mehrfacher Abschiebung immer wieder nach Deutschland zurück:

Der Algerier Farid K. (51) fiel der Frankfurter Polizei mehrfach wegen Diebstahls, Unfallflucht, Drogenhandel und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte auf. Viermal wurde er bereits abgeschoben. Auch der Marokkaner Ousama B. (24) wurde wegen Drogenhandels bereits viermal aus Deutschland abgeschoben. Zuletzt im Oktober.

Ein Ermittler beklagt gegenüber "Bild" einen "Teufelskreis": "Wir können leider nichts anderes machen, als immer wieder festzunehmen und auszuweisen."

Passieren solche Fälle nur in Frankfurt? "Bild" fragte bei den Innenministern der Bundesländer nach, wie oft solche Fälle vorkommen. Einheitliche Antwort aus allen Bundesländern: "Es gibt keine statistischen Erhebungen zu der Frage."

fro

Rubriklistenbild: © dpa

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