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Zeitung: Jeder vierte Fernzug ist verspätet

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- Berlin - Zahlreiche Baustellen nach dem Ende der Fußball-WM machen den Fernzügen der Bahn bei der Pünktlichkeit zu schaffen. Bei ICE, Intercity und Eurocity kamen bis Mitte Oktober nur 78,5 Prozent der Züge ohne Verspätung an, wie die «Süddeutsche Zeitung» am Montag berichtete.

Der bundeseigene Konzern wollte die Angaben auf Anfrage nicht kommentieren. Auf dem Netz gibt es derzeit aber viele Arbeiten, die erst nach der Weltmeisterschaft und der folgenden Sommerhitze angegangen werden konnten, sagte ein Bahnsprecher. Bauarbeiten könnten zu Behinderungen führen.

Im gesamten Personenverkehr von der S-Bahn bis zum ICE solle in diesem Jahr erneut eine Pünktlichkeit von rund 90 Prozent erreicht werden, sagte der Sprecher weiter. Dabei sei die Verkehrsleistung 2006 deutlich gestiegen. Bei der Bahn gilt ein Zug als verspätet, wenn das Ziel mehr als fünf Minuten über Plan erreicht wird. Im Luftverkehr liegt diese Schwelle bei 15 Minuten.

Den Zeitungsangaben zufolge stürzte die Pünktlichkeitsquote der Bahn nach Ende der WM ab und fiel von zuvor knapp 85 Prozent auf 67 Prozent. Vor allem ICE-Sprinter zwischen großen Metropolen seien stark von Verspätungen betroffen, von Frankfurt nach Berlin im September und Oktober etwa jeder zweite. Der Bahnsprecher verwies allerdings darauf, dass teils nur zwei Züge am Tag als Sprinter fahren, so dass schon rechnerisch eine hohe Verspätungsquote entstehe.

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