+
Silvesternacht am Hauptbahnhof in Köln. Hier wurden Hunderte Frauen Opfer sexueller Übergriffe.

Täterkreis war Polizei bereits bekannt

Polizei Köln warnte zwei Tage vor Silvester vor Gefahrenlage

Köln - Die Kölner Polizei rechnete einem Zeitungsbericht zufolge schon zwei Tage vor dem Jahreswechsel mit möglichen Problemen in der Silvesternacht.

Der Kölner "Express" berichtete von einem auf den 29. Dezember datierten Schreiben an die Einsatzkräfte, in dem eine "deutlich sichtbare polizeiliche Präsenz im gesamten Einsatzraum" als erforderlich angesehen wurde. Hintergrund sei etwa der oft rücksichtlose Einsatz von Feuerwerk und mögliche Panikreaktionen. Die Kölner Polizei wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren.

Die Polizei erwähnte nach Recherchen der Zeitung auch schon potenzielle Täter aus Nordafrika. Wegen der vielen Menschen und des Alkohols sei typischerweise mit vielen Körperverletzungsdelikten zu rechnen. In den vergangenen Jahren habe es aber auch mehr Taschendiebstähle und Straßenraub gegeben: "Dies dürfte maßgeblich auf die Täterklientel NAFRI zurückzuführen sein, die die günstigen Tatgelegenheitsstrukturen nutzen." NAFRI steht bei der Kölner Polizei für nordafrikanische Täter.

Im und am Kölner Hauptbahnhof waren Frauen von Männergruppen - nach Angaben von Zeugen vor allem nordafrikanischer oder arabischer Herkunft - umzingelt, sexuell bedrängt und bestohlen worden. Der Polizeieinsatz löste viel Kritik aus und wird von einem Untersuchungsausschuss des NRW-Landtags durchleuchtet.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Todes-Drama auf der A67: Zeugen schildern Geschehnisse anders
Zwei Tage nach dem Geisterfahrer-Unfall bei Rüsselsheim werden neue Details bekannt. Das Drama mit drei Toten ereignete sich anders als zunächst gedacht - doch viele …
Todes-Drama auf der A67: Zeugen schildern Geschehnisse anders
Nach Erdbeben: Suche nach Verschütteten in Mexiko-Stadt dauert an
Nicht ganz eine Woche liegt das schwere Erdbeben in Mexiko zurück. Die Suche nach Verschütteten dauert in der Hauptstadt Mexiko-Stadt noch immer an.
Nach Erdbeben: Suche nach Verschütteten in Mexiko-Stadt dauert an
Silberschatz aus der Wikingerzeit auf Sylt entdeckt
Schleswig (dpa) - Archäologen haben auf der Nordseeinsel Sylt einen Silberschatz aus der Wikingerzeit entdeckt. "Das ist einer der größten Silberschatzfunde aus …
Silberschatz aus der Wikingerzeit auf Sylt entdeckt
Polizei schreibt Umweltsünder an
Die illegale Ablagerung von Bauschutt sorgt für Ärger bei der Polizei Heilbronn. Diesem machte sie mit einer genialen Aktion Luft.
Polizei schreibt Umweltsünder an

Kommentare