Mord in Lüneburg

Streit um pünktliche Zustellung: Zeitungsbote ersticht Mann

Lüneburg - Schon öfter haben die beiden Männer über die Zustellung eines Anzeigenblattes diskutiert - am Samstag eskaliert die Situation und endet tödlich.

Ein Zeitungsbote hat in Lüneburg einen Mann erstochen, mit dem er sich nach Angaben der Polizei mehrfach über die pünktliche Zustellung eines Anzeigenblattes gestritten hatte. Der 42 Jahre alte Austräger habe den 51-Jährigen am Samstagnachmittag vor dessen Haus mit einem Messer attackiert, teilte die Polizei in Lüneburg am Sonntag mit. 

Der 42-Jährige stach dem Mann mehrere Male in den Oberkörper. Rettungskräfte versuchten noch, den 51-Jährigen wiederzubeleben und brachten ihn ins Krankenhaus. Dort starb er aber wenig später an seinen schweren Verletzungen.

Kurz nach der Attacke hatte der 23 Jahre alte Sohn des Opfers den Angreifer von seinem Vater weggezerrt. Er hielt ihn so lange fest, bis die Polizei eintraf und den Mann festnahm. Der 42-Jährige wurde am Sonntag einem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl gegen ihn wegen Mordes.

Zuvor hätten sich die beiden wie schon mehrfach davor darüber gestritten, ob der Austräger das Blatt pünktlich genug zugestellt hatte. „Wir wissen bisher auch nicht, warum der Streit so eskaliert ist“, sagte Polizeisprecherin Antje Freudenberg. Der 42-Jährige habe bisher nicht dazu ausgesagt.

dpa

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa (Symbolfoto)

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