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Der Zentis-Erpresser hat kurz vor Antritt seiner Haftstrafe noch einmal einen Erpressungsversuch gestartet.

Zentis-Erpresser schlägt erneut zu

Osnabrück - Der verurteilte Erpresser des Marmeladen-Produzenten Zentis hat kurz vor Beginn seiner Haftzeit auch den Tierfutter-Hersteller Animonda aus Osnabrück bedroht.

“Wir ermitteln gegen den 27-Jährigen“, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Osnabrück am Freitag und bestätigte damit einen Bericht der “Bild“-Zeitung. Erst am Donnerstag war bekanntgeworden, dass der gescheiterte Student ohne Einkommen vor Antritt seiner Haftstrafe auch zwei Lebensmittelfirmen in Österreich erpresst haben soll. Dort sitzt er nun in Untersuchungshaft.

Nach Angaben der Osnabrücker Staatsanwaltschaft schickte der 27-Jährige im September ein Drohschreiben an Animonda. Er verlangte nach Angaben der Anklagebehörde 50.000 Euro, ansonsten werde er Tierfutter vergiften. Das Unternehmen schaltete die Polizei ein. “Die Produkte waren aber nicht kontaminiert“, sagte ein Sprecher der Firma. Erst im Juli hatte das Landgericht Aachen den 27-Jährigen zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und zehn Monaten wegen schwerer räuberischer Erpressung verurteilt.

Er hatte damit gedroht, vergiftete Zentis-Marmelade in den Handel zu bringen und 500.000 Euro verlangt. Die Haftstrafe musste der junge Mann aber nach Zahlung einer Kaution nicht sofort antreten. In Österreich soll der notorische Erpresser Produkte des Wiener Süßwarenherstellers Manner und der Feinkostfirma Wojnar mit Spiritus ungenießbar gemacht haben, um an insgesamt 175.000 Euro zu kommen.

dpa

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