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Zwei 18 und 19 Jahre alte Uelzener stehen wegen versuchten Totschlags vor Gericht.

Zeugen manipuliert? Wirbel im Prozess gegen Douglas-Bande

Uelzen - Zwei Mitglieder der "Douglas-Bande" stehen vor Gericht wegen versuchten Totschlags. Offenbar hat sich der Vater eines der Angeklagten vor dem Prozess mit Zeugen getroffen. Hat er die Aussagen manipuliert?

Im Prozess wegen versuchten Totschlags gegen zwei Mitglieder der so genannten Uelzener Douglas-Bande vor dem Landgericht Lüneburg hat sich offenbar der Vater eines Angeklagten im Vorfeld des Prozesses mit Zeugen getroffen.

Nach Informationen der AZ wurden Zeugen von dem polizeibekannten Vater in eine Uelzener Gaststätte "bestellt". Bei diesem Treffen unterschrieben dann Zeugen neue Aussagen zu den Vorgängen. Auf gezielte Nachfragen des Vorsitzenden Richters stritten die Zeugen aber eine eventuelle Einflussnahme ab.

Verdächtige schweigen zu den Vorwürfen

Seit nunmehr zweieinhalb Wochen läuft der Prozess gegen die beiden 19-jährigen Uelzener. Sie sollen in der Nacht des 2. Juli einen 41-jährigen Kneipengänger mit einer Bierflasche niedergeschlagen und dem wehrlosen Opfer am Boden dann Tritte gegen den Kopf zugefügt haben. Der Mann erlitt schwere Schädelverletzungen. Beide Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft. Sie schweigen zu den Vorwürfen.

Die so genannte Douglas-Bande wird von Ermittlern so genannt, weil sich die Mitglieder in der Uelzener Innenstadt vor der gleichnamigen Parfümerie trafen und dann Straftaten begingen.

Weitere Informationen zu dem Fall finden Sie auf az-online.de.

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