Zoll verhindert Ausfuhr von Hinrichtungsgift

Bonn - Der Zoll in Bonn hat die Ausfuhr von 2,5 Kilogramm eines Hinrichtungsgiftes in den Iran verhindert. Die Sendung war als Arzneimittel deklariert und einem Zollbeamten aufgefallen.

Es habe sich um 5000 Fläschchen gehandelt, teilte das Hauptzollamt Köln am Montag mit. Die Substanz Thiopental fällt unter die Anti-Folter-Verordnung und bedarf einer besonderen Genehmigung für den Versand ins Ausland durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Diese lag aber nicht vor. Mediziner setzen das Mittel bei Narkosen ein, in den USA wird es auch bei Hinrichtungen durch die Giftspritze verwendet. Gelegentlich wird Thiopental auch als “Wahrheitsserum“ bezeichnet.

Die Anti-Folter-Verordnung (EG) Nr. 1236/2005 enthält Verbote und Genehmigungspflichten für den Außenwirtschaftsverkehr mit Gütern, die zur Vollstreckung der Todesstrafe, zu Folter oder anderer grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe verwendet werden können.

dpa

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