Zoll verhindert Ausfuhr von Hinrichtungsgift

Bonn - Der Zoll in Bonn hat die Ausfuhr von 2,5 Kilogramm eines Hinrichtungsgiftes in den Iran verhindert. Die Sendung war als Arzneimittel deklariert und einem Zollbeamten aufgefallen.

Es habe sich um 5000 Fläschchen gehandelt, teilte das Hauptzollamt Köln am Montag mit. Die Substanz Thiopental fällt unter die Anti-Folter-Verordnung und bedarf einer besonderen Genehmigung für den Versand ins Ausland durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Diese lag aber nicht vor. Mediziner setzen das Mittel bei Narkosen ein, in den USA wird es auch bei Hinrichtungen durch die Giftspritze verwendet. Gelegentlich wird Thiopental auch als “Wahrheitsserum“ bezeichnet.

Die Anti-Folter-Verordnung (EG) Nr. 1236/2005 enthält Verbote und Genehmigungspflichten für den Außenwirtschaftsverkehr mit Gütern, die zur Vollstreckung der Todesstrafe, zu Folter oder anderer grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe verwendet werden können.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Ältestes Plesiosaurier-Skelett entdeckt
Bonenburg (dpa) - Wissenschaftler haben in Bonenburg bei Paderborn das älteste bekannte Fossil eines Plesiosauriers entdeckt. Das Tier habe vor rund 201 Millionen Jahren …
Ältestes Plesiosaurier-Skelett entdeckt
„Bares für Rares“: Erotische Frauen machen Anne glücklich
Bei „Bares für Rares“ werden oftmals skurrile Antiquitäten vertickt. Diesmal ließ das Mitbringsel von Anne (62) im wahrsten Sinne des Wortes tief blicken.
„Bares für Rares“: Erotische Frauen machen Anne glücklich
Zwei Tote, vier Verletzte: Frontal-Crash im Gotthard-Tunnel
Ein Auto mit deutschem Kennzeichen kommt im Schweizer Gotthardtunnel von der Spur ab und prallt frontal gegen einen Lkw. Zwei Menschen sind tot, vier verletzt. Nach …
Zwei Tote, vier Verletzte: Frontal-Crash im Gotthard-Tunnel
Gymnasiast in Stockholm ersticht Mitschüler
Ein Gymnasiast hat in Stockholm einen Mitschüler mit einem Messer erstochen.
Gymnasiast in Stockholm ersticht Mitschüler

Kommentare