Spektakuläre Rettung

Zoo-Besucher springt in Eisbär-Gehege

Kopenhagen - Schock im Zoo von Kopenhagen: Wärter haben dort in letzter Sekunde einem Besucher das Leben gerettet, der in das Eisbären-Gehege gesprungen war.

Der Bär habe an dem Eindringling "geschnüffelt und ihn herumgeschubst", berichtete der Sprecher des Zoos von Kopenhagen, Jacob Munkholm, am Mittwoch. „Es war nur ein Bär in der Anlage, und sobald er (der Mann) hineingesprungen war, ging unser Alarm los". Die Wärter hätten dann Gummigeschosse auf den Bären abgefeuert und ihn so von dem von der Polizei als "psychisch instabil" beschriebenen Mann ferngehalten. Der habe anschließend in Begleitung von Wärtern das Gehege selbst wieder verlassen können. 

Er erlitt bei dem Vorfall einige oberflächliche Verletzungen. Einer Gruppe von Schülern, die den Vorfall beobachtet hätten, sowie den beteiligten Wärtern sei psychologische Beratung angeboten worden, sagte der Zoosprecher. Wieso der Mann in das Gehege sprang, war unklar.

Es ist nicht die erste Episode dieser Art im Kopenhagener Zoo: 2012 war ein 20-Jähriger von einem Tiger getötet worden, nachdem er in dessen Gehege gelangt war. Der Fall wurde nie ganz aufgeklärt.

Zuletzt hatte ein dänischer Zoo im Oktober für Aufsehen gesorgt, als vor den Augen mehrerer hundert Kinder ein Löwe zerlegt worden war. Einige der Zuschauer in Odense im Zentrum Dänemarks waren erst vier Jahre alt. Das neun Monate alte Tier war mit zwei weiteren Artgenossen getötet worden, um Inzucht in dem Zoo zu vermeiden.

Das Sezieren toter Tiere wird in dänischen Zoos des Öfteren praktiziert. Es wird als ein Mittel verstanden, den Kindern die Vorgänge in der Natur zu erläutern. Im Februar hatte es einen Proteststurm gegeben, als der Zoo in Kopenhagen eine gesunde Giraffe tötete und öffentlich sezieren ließ.

AFP/dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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