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Wegen des stehengebliebenen Zuges kam es auf der Strecke zu Verspätungen.

380 Menschen gerettet

Unterm Ärmelkanal: Zug bleibt im Eurotunnel liegen

London - Für 380 Passagiere wird die Fahrt von Großbritannien aufs europäische Festland zum Abenteuer: Ihr Autozug unter dem Ärmelkanal hindurch bleibt liegen.

Nach dem Defekt eines Zuges durch den Eurotunnel unter dem Ärmelkanal sind am Montag rund 380 Passagiere in Sicherheit gebracht worden. Eine der beiden Tunnelröhren blieb für Stunden gesperrt. Der Zugverkehr konnte nur mit Verzögerung fortgesetzt werden, teilte die Betreibergesellschaft in London mit. Das führte zu erheblichen Verspätungen.

Betroffen waren auch die Passagiere des Eurostars, der London mit Paris und Brüssel verbindet. Die Strecke führt unter dem Ärmelkanal hindurch. „Wir raten Reisenden, die heute nicht unbedingt reisen müssen, an einem anderen Tag zu fahren“, sagte ein Sprecher von Eurostar. Die Tickets würden kostenlos umgetauscht. Betroffen waren auch die Autozüge durch den Eurotunnel, wie die Tunnelbetreiber mitteilten.

Der Zug aus dem britischen Folkestone hatte gerade einmal ein Viertel der rund 50 Kilometer langen Tunnelröhre passiert, als er stehenblieb und nicht mehr weiterfahren konnte. Die Passagiere mussten aussteigen und wurden sicher auf die französische Seite gebracht. Viele veröffentlichten Handy-Fotos von der Aktion im Internet.

Die Passagiere wurden zunächst in den Mitteltunnel, der als Sicherheitstunnel zwischen den beiden Hauptröhren fungiert, gebracht. Dort warteten sie auf einen Ersatzzug, der sie in der anderen Röhre nach Frankreich brachte. Dort mussten sie auf ihre Autos warten, die noch auf dem defekten Zug geblieben waren.

Nach Angaben der Tunnelbetreiber hatte ein Stromausfall die Probleme ausgelöst. Der defekte Zug sei am Nachmittag entfernt worden, die Verspätungen zogen sich jedoch auch danach noch hin. Britische Medien befürchteten, dass auch der Tross der Tour de France, der nach der Etappenankunft in London am Montagabend nach Frankreich übersetzen sollte, betroffen sein könnte.

dpa

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