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Bei der Kollision zweier Personenzüge starb in Österreich der Lokführer, mehrere Menschen wurden schwer verletzt.

Mehrere Schwerverletzte

Lokführer stirbt bei Zug-Unglück in Österreich

Graz - Beim Frontalzusammenstoß zweier Nahverkehrszüge nahe der österreichischen Stadt Graz ist ein Lokführer ums Leben gekommen. Zwei der acht verletzten Menschen schwebten in Lebensgefahr.

Die Züge der Steiermärkischen Landesbahnen fuhren am Mittwochmorgen auf einer eingleisigen Strecke aufeinander, wie Bahnchef Helmut Wittmann mitteilte. Er vermutete, dass der tödlich verunglückte Lokführer nicht auf den Gegenzug gewartet hatte.

Der Unfall ereignete sich in der Nähe der Haltestelle des Dorfs Waldstein, 30 Kilometer nördlich von Graz. Zu dem Zeitpunkt hielten sich insgesamt zehn Menschen in den beiden Zügen auf, wie die Nachrichtenagentur APA unter Berufung auf das Rote Kreuz berichtete. Auf Fotos österreichischer Medien sind die beiden ineinander verkeilten Loks zu sehen.

Für einen der beiden Fahrer kam jede Hilfe zu spät, sein Kollege erlitt ebenso wie eine 60-jährige Passagierin schwerste Verletzung. Laut Wittmann wird die eingleisige Strecke von einem Fahrdienstleiter überwacht, der sie per Telefon für einen der beiden Lokführer freigibt. Der andere Zug hätte eigentlich an der Haltestelle Waldstein warten müssen, zitierte APA den Chef der Steiermärkischen Landesbahnen. Dies sei aber offenbar nicht geschehen. Etwa 70 bis 100 Meter nach der Haltestelle prallten demnach die Züge aufeinander.

Zum Glück hatten sie zu dem Zeitpunkt keine hohe Geschwindigkeit: Da er gerade erst die Haltestelle verlassen hatte, könne der eine Zug nicht sehr schnell gewesen sein, sagte Wittmann. Die Geschwindigkeit des Gegenzugs habe maximal 50 Stundenkilometer - die an der Stelle erlaubte Höchstgeschwindigkeit - betragen. Der Fahrdienstleiter gab demnach an, dass alles bis zur Kollision planmäßig verlaufen sei.

Das Landeskriminalamt Steiermark nahm laut APA Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung gegen "unbekannt" auf. Der Bahnchef wies darauf hin, dass bei der Lokalbahn die telefonische Freigabe - ohne Haltesignal - ausreicht. Komme kein Anruf oder gebe es Zweifel, müssten die Lokführer in jedem Fall warten.

afp

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