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Mit dieser Ninja-Verkleidung jagte ein Australier den anderen Fahrgästen einen gehörigen Schrecken ein.

Fahrgäste beunruhigt

Im Zug: Dieser Ninja verbreitet Angst und Schrecken

Budapest/Hamburg - Ein als Ninja verkleideter Mann wird am Bahnhof in Dresden mit auf die Wache genommen. Was steckt hinter der kuriosen Geschichte?

Stellen Sie sich vor, Sie sind mit Zug unterwegs. Es ist eigentlich ein ganz normaler Tag, wäre da nicht dieser ganz in schwarz gekleidete Mann neben Ihnen im Abteil. Sein Gesicht bis auf die Augenpartie verdeckt, an seinen Körper trägt er ein schwarzes Schwert. Immer wieder läuft er von einem zum anderen Ende des Zuges. Und sie bekommen es langsam wirklich mit der Angst zu tun.

So oder so ähnlich mussten sich vergangene Woche die Fahrgäste in einem Zug nach Hamburg gefühlt haben. Denn was sich im ersten Moment nach einem schlechten Horror-Film anhört, ist auf der Zugstrecke von Budapest nach Hamburg tatsächlich so passiert. Dann wurde es einigen aber zu wild - offenbar fühlte sich manche Fahrgäste an die schrecklichen Ereignisse im französischen Thalys-Zug erinnert. Folglich wurde der mysteriöse Ninja vom Bordpersonal des Zuges verwiesen, wie ein Sprecher der Bundespolizei-Inspektion Dresden erklärt.

"Jetzt wird es ernst"

Die Dresdner Bundespolizisten staunten nicht schlecht, als sie am Bahnhof auf den in komplett schwarz gekleideten Ninja trafen. Ein Terrorist? Ein Zeitreisender? Laut Sächsischer Zeitung sei auch der erste Gedanke eines Polizisten gewesen: "Jetzt wird es ernst!"

Doch dann die unfassbare Wendung: Der so dubiose Ninja war ein 34-jähriger Australier mit deutschen Wurzeln, der dabei war das unter Jugendlichen beliebte Spiel "Wahrheit oder Pflicht" zu spielen. Dabei wird ein Spieler vor die Wahl gesetzt: Entweder er muss wahrheitsgemäß auf eine - meist sehr peinliche - Frage antworten. Oder er erfüllt eine Aufgaben, die ihm gestellt wird.

Spaßvogel mit selbstgebasteltem Schwert

Der Australier entschied sich für die Aufgabe - und fuhr mit dem Auto bis nach Budapest, nur um dort als Ninja verkleidet in einen Zug einzusteigen und wieder in seinen deutschen Heimatort zurückzufahren. Mit dabei: Ein aus zwei Regenschirmen zusammengeschustertes Schwert.

Natürlich waren die Beamten zuerst perplex. Doch da keine strafrechtlichen Normen verletzt worden waren, ließen sie den Spaßvogel gehen. Eine Bitte hatten sie dann aber doch noch: Beim nächsten Mal solle der Ninja doch bitteschön weniger martialisch erscheinen. Dem stimmt der Australier zu - und posierte noch für ein polizeiliches Erinnerungsfoto. Ende gut, alles gut.

lp

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