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16 Fahrgäste des Regionalzuges wurden verletzt.

Gut ein Dutzend Verletzte

Zug reißt Lastwagen in zwei Teile

Gronau - Ein Lkw manövriert auf einem Bahnübergang, als sich plötzlich die Schranken schließen. Ein Zug naht. Kurz danach kracht es: Viele Leichtverletzte in der Regionalbahn und ein Millionenschaden.

Ein Personenzug ist auf einem Bahnübergang in Nordrhein-Westfalen gegen einen Lastwagen gekracht. Der Zugführer und 14 Fahrgäste wurden leicht verletzt. Der Lkw-Fahrer konnte sich retten, kam aber vorsorglich ebenfalls in ein Krankenhaus. Nach Darstellung der Polizei wollte der Lastwagenfahrer am Montag mit seinem Sattelzug auf ein Firmengelände neben der Bahnstrecke fahren. Als der Auflieger beim Rückwärtsfahren auf dem Bahnübergang war, schlossen sich plötzlich die Schranken. Die Regionalbahn nahte und prallte gegen den Sattelauflieger. Durch die Wucht des Unfalls im münsterländischen Gronau wurde der Lastwagen in zwei Teil zerrissen.

Der Zug rollte laut einem Bahnsprecher einige hundert Meter weiter und sprang im vorderen Bereich des Triebwagens aus den Schienen. Über die Gleise verstreut lagen nach dem Unfall Brötchen und andere Teigwaren, die der Lkw geladen hatte. Den Schaden schätzte die Polizei auf 1,6 Millionen Euro.

Zug reißt Lastwagen in zwei Teile

Zug reißt Lastwagen in zwei Teile

Die Regionalbahn war auf dem Weg von Gronau nach Dortmund; der Unfall passierte kurz nach Beginn der Fahrt. Der Lkw-Fahrer hatte den Bahnübergang zunächst vorwärts überquert, um dann über die Gleise zurückzusetzen und auf das Firmengelände dahinter zu fahren. Dort wollte er seine Ladung abliefern. In dem Moment, in dem der Laster auf den Schienen stand und gerade rückwärtsfahren wollte, senkten sich die Schranken, wie ein Polizeisprecher in Borken sagte.

Eine Schranke blieb zwischen Führerhaus und Auflieger stecken. Der 56 Jahre alte Lastwagenfahrer stieg laut Polizei aus und versuchte noch, die Schranke hochzudrücken. Passanten warnten ihn aber mit lauten Rufen vor dem nahenden Zug.

Laut Polizei wurden der 53-jährige Lokführer und 14 andere Menschen in dem Zug leicht verletzt. Außerdem verletzte sich später ein Feuerwehrmann. Mit dem Lkw-Fahrer kam die Polizei so anfangs auf 17 Verletzte.

Die Bahnstrecke blieb den Tag über gesperrt. Für den Abend wurde ein Hilfszug erwartet, der die Regionalbahn entweder wieder auf die Gleise bringen oder abtransportieren sollte.

dpa

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