63-Jähriger aus der S-Bahn geprügelt - Polizei findet Zeugin

63-Jähriger aus der S-Bahn geprügelt - Polizei findet Zeugin

Zugfahrt mit 13 Stunden Verspätung

Paris - Elf Stunden im Zug zu sitzen, ist schon nervenaufreibend. Diese Fahrt von Straßburg nach Nizza dauerte statt elf ganze 24 Stunden. Eine Odyssee für die 600 Passagiere. Schuld war aber nicht nur der Schnee.

Urlaubsreif? Hier geht`s zu unserer Reiseseite

Eine eigentlich elfstündige Bahnfahrt zwischen Straßburg und Nizza ist für etwa 600 Menschen zu einer 24-stündigen Odyssee geworden. Die französische Staatsbahn SNCF sprach am Montag von einer Verkettung unglücklicher Umstände, Verkehrsministerin Nathalie Kosciusko-Morizet von einer “geradezu unglaublichen Verspätung“; die Gewerkschaft SUD-Rail führte die Monster-Verspätung auf die Sparpolitik bei der SNCF zurück.

Der Nachtzug war am Sonntagabend um 21.30 Uhr planmäßig von Straßburg losgefahren, um dann erstmals für einen Fahrerwechsel im etwa eine Stunde entfernten Belfort zu stoppen. Da jedoch kein Fahrer vor Ort war, musste erst einer aus dem etwa drei Stunden entfernten Lyon kommen - er traf dann sogar erst um 6.00 Uhr mit dem Zug ein.

Die meisten Passagiere hatten bis zu dieser Zeit in den geheizten Waggons geschlafen. Später musste der Zug dann wegen eines Polizeieinsatzes halten: Angetrunkene Passagiere waren aufeinander losgegangen. Dann steckte der Zug wegen des enormen Schneefalls fest. 

Bei einem weiteren Stopp in Tournus im Burgund saß der Zug schließlich wegen eines Lokomotivwechsels drei Stunden fest. Nach einer weiteren Stunde Fahrt, gegen 17.00 Uhr, folgte der nächste Stopp bei Lyon. Dort bekamen die Zugreisenden immerhin eine Mahlzeit serviert.

Erst am Abend gegen 21.00 Uhr wurden die Passagiere schließlich an ihrem Zielort erwartet. Die SNCF stellte den Betroffenen eine Kostenerstattung in Aussicht.

dpa/len

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Schwerstverbrannter überlebt durch Haut des Bruders
In Paris ist ein Durchbruch bei einer Hauttransplantation geglückt. Durch die Haut des Zwillingsbruders kann ein Schwerstverbrannter weiter leben. Die Chancen standen …
Schwerstverbrannter überlebt durch Haut des Bruders
Großbrand in Waffelfabrik löst Katastrophenalarm aus
In Belgien ist eine Waffelfabrik abgebrannt und löste damit einen Katastrophenalarm aus. Mehrere Hunderte Menschen mussten evakuiert werden.
Großbrand in Waffelfabrik löst Katastrophenalarm aus
Traurige Gewissheit über verschollenes U-Boot: Explosion im Meer am Tag des Verschwindens
Die Hoffnung schwindet. Die „ARA San Juan“ ist seit einer Woche verschollen. Jetzt ist klar, dass es am Tag des Verschwindens eine Explosion im Meer gab. 
Traurige Gewissheit über verschollenes U-Boot: Explosion im Meer am Tag des Verschwindens
44 Verletzte bei Pfefferspray-Attacke
In einer Bochumer Schule wurde Pfefferspray versprüht. Insgesamt sind dabei 44 Schüler und Lehrer verletzt worden. Die Schule wurde anschließend geräumt.
44 Verletzte bei Pfefferspray-Attacke

Kommentare