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Fahrgäste müssen mit Verspätungen rechnen. Foto: Jan Woitas/Symolbild

Verspätungen im Norden

Zugstrecke Hannover-Wolfsburg noch gesperrt

Bahnreisende mussten wegen des Gewittertiefs Oriana schon viel Geduld aufbringen, Sturmschäden führten zu Sperrungen und Zugausfällen. Auf einer besonders wichtigen Fernstrecke läuft der Betrieb noch bis zum Mittwoch nicht normal.

Hannover/Berlin (dpa) - Bahnkunden müssen sich auf der wichtigen Ost-West-Verbindung zwischen Hannover und Wolfsburg noch bis Mittwoch auf Verspätungen einrichten. Die Strecke bleibt bis dahin gesperrt, Züge werden über Braunschweig umgeleitet.

Mehrere Bäume seien auf die Gleise gestürzt und hätten teilweise die Oberleitungen beschädigt, sagte eine Bahnsprecherin. Fahrgäste müssen deswegen rund eine halbe Stunde mehr Zeit einplanen. Zunächst hatte es geheißen, die Störung auf der Strecke werde wohl nur bis zum Montag dauern.

Es ist die letzte sturmbedingte Sperrung einer Bahnstrecke im Norden Deutschlands. Über den Abschnitt Hannover-Wolfsburg verläuft die zentrale Strecke für viele ICE aus Nordrhein-Westfalen durch Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg bis nach Berlin.

Am Sonntag hatte die Bahn auch auf der Strecke Dortmund-Hamburg Probleme. Der ICE um 10.25 Uhr von Dortmund aus hatte eine Fahrzeugstörung und musste zurück ins Werk, wie eine Bahnsprecherin auf Anfrage sagte. Zunächst sollten Busse als Ersatz für die Fahrt nach Hamburg geordert werden. Die Bahn habe aber keine Zusagen von Busunternehmen bekommen, so die Sprecherin. Deshalb wurden die Bahnkunden auf nachfolgende Züge auf dieser Strecke verwiesen.

Bereits am Donnerstag waren neben der Route Hannover-Berlin die Strecken Hamburg-Berlin, Hannover-Osnabrück, Hannover-Hamburg-Kiel, Hannover-Bremen-Norddeich, Osnabrück-Bremen-Hamburg sowie Hamburg-Stralsund gesperrt worden. Für gestrandete Reisende hatte die Deutsche Bahn an mehreren Bahnhöfen Aufenthaltszüge bereitgestellt.

Das Gewittertief Oriana hatte auch in Niedersachsen zu zahlreichen Zugausfällen und Verspätungen im Bahnverkehr geführt. Auf Strecken des Metronoms lagen ebenfalls viele Bäume und verhinderten die Weiterfahrt mehrerer Züge. Insgesamt waren mehr als zehn Abschnitte gesperrt. Nur an wenigen Orten konnten die Fahrgäste in Busse umsteigen. Mittlerweile fahren aber alle Metronom-Züge wieder nach Plan.

Aufgrund umgestürzter Bäume waren bei der Bahngesellschaft Erixx insgesamt zwei Abschnitte gesperrt. Auch hier sind alle Störungen mittlerweile behoben, die Züge fahren wie gewohnt weiter.

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