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Rettungskräfte suchen nach noch im Zug eingeklemmten Fahrgästen.

Mindestens ein Toter und über 75 Verletzte

"Riesiger Knall": Verheerendes Zugunglück bei New York

New York - Mitten im Berufsverkehr verunglückt ein Zug in einem Bahnhof bei New York. Das Gebäude stürzt teilweise ein, die Lage ist unübersichtlich. Es gibt Berichte über einen Toten und über hundert Verletzte.

Um 8.38 Uhr fährt der Regionalzug der Pascack Valley-Linie mit der Nummer 1614 laut Fahrplan jeden Werktag im Bahnhof von Hoboken im US-Bundesstaat New Jersey ein. Etwas mehr als eine Stunde ist er dann schon unterwegs gewesen aus Spring Valley nördlich von New York. Hoboken ist Endstation, hier steigen tausende Pendler jeden Tag aus und machen sich per Anschlussverbindung auf den Weg zur Arbeit nach Manhattan auf der anderen Seite des Hudson River.

Zug rast ungebremst in den Bahnhof

Doch am Donnerstag war alles anders. Um etwa 8.45 Uhr (Ortszeit) sei der Zug auf Gleis 5 im Bahnhof von Hoboken „eingeschlagen“, teilt die zuständige Nahverkehrsbehörde New Jersey Transit mit. „Erste Berichte deuten auf viele Schwerverletzte hin.“ Von mindestens einem Toten und mehr als 75 Verletzten berichten US-Medien wenig später. In einigen Berichten ist von drei Toten die Rede.

Der Zug sei ungebremst in den Bahnhof eingefahren, sagen Augenzeugen. US-Fernsehsender zeigen Bilder eines teilweise eingestürzten Bahnhofsgebäudes, das jeden Tag rund 50 000 Menschen passieren.

„Man hat diesen riesigen, riesigen Knall gespürt“

„Es hat sich angefühlt, als ob der Zug einfach nie gestoppt hat. Er ist nicht langsamer geworden, er hat nicht gebremst“, sagt Jamie Weatherhead-Sal, die im vordersten Wagen saß, dem TV-Sender NBC. „Man hat diesen riesigen, riesigen Knall gespürt“, sagt Steve Mesiano, der ebenfalls im Unglückszug saß. „Die Lichter gingen aus. Ich saß am Fenster und konnte sehen, was draußen passiert. Dann ist das Dach des Bahnhofs einfach über dem vordersten Wagen zusammengebrochen.“

Tote und zahlreiche Verletzte bei Zugunglück nahe New York

Eine Erklärung für das Unglück gibt es zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht. „Ich kann nicht sagen, warum der Zug so schnell eingefahren ist“, sagt ein Mitarbeiter der Nahverkehrsbehörde vor Journalisten in Hoboken. Der Zug sei in einen Prellbock am Ende des Gleises gefahren und von der Wucht des Aufpralls in die Höhe geschmettert worden. „Es ist ziemlich erschreckend. Jeder, der sich den Schaden ansieht, den die vordere Hälfte des Wagens abbekommen hat, muss kein Profi sein, um vorherzusagen, dass es einige ziemlich schwere Verletzungen gegeben hat.“

Dutzende Einsatzkräfte waren rasch zur Stelle. „Meine Gedanken und Gebete sind bei allen Betroffenen“, schreibt Hobokens Bürgermeisterin Dawn Zimmer beim Kurznachrichtendienst Twitter. „Danke für all die Unterstützung und allen Rettungskräften vor Ort.“

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