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Warnung vor der Geflügelpest. Bisher ist es nach dem Ausbruch der Vogelgrippe in Niedersachsen ist zu keiner weiteren Infektion gekommen. Foto: Patrick Seeger

Betriebe in Niedersachsen untersucht

Zunächst keine weiteren Fälle von Vogelgrippe

Oldenburg - Nach dem Ausbruch der Vogelgrippe auf einem Geflügelhof in Niedersachsen ist bei 60 Nachbarbetrieben zunächst keine weitere Infektion nachgewiesen worden.

Bis zum Wochenende solle die Untersuchung der Höfe im Drei-Kilometer-Radius um den betroffenen Betrieb im Landkreis Cloppenburg abgeschlossen sein, sagte die Sprecherin des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves), Hiltrud Schrandt, am Donnerstag.

Wenn es keine weiteren Vogelgrippefälle gibt, rechnen die Betriebe in einer der Hochburgen der deutschen Geflügelzucht bereits an diesem Freitagabend mit ersten Lockerungen der Transportverbote. Niedersachsen ist mit rund 100 Millionen Stück Geflügel der wichtigste Produzent in Deutschland, allein im Kreis Cloppenburg werden knapp 13,5 Millionen Puten und Hühner gehalten. Nach dem Nachweis der Vogelgrippe wurde die Tötung von rund 120 000 Tieren angeordnet.

Das zuvor in Ostasien kursierende gefährliche H5N8-Virus war in Europa erstmals im November nachgewiesen worden. Im Ursprungsgebiet hätten sich auch Hunde bereits mit dem aggressiven Erreger infiziert, teilte die Gesellschaft für Virologie (GfV) am Donnerstag mit. Die Tiere hätten aber offenbar keine Krankheitssymptome gezeigt. Auch experimentell sei eine Übertragung auf Hunde und Katzen möglich. Dass H5N8-Viren Menschen infizieren, sei hingegen derzeit nicht anzunehmen – aber auch nicht völlig auszuschließen.

Der Kontakt von Hunden mit Hühnern oder Puten, vor allem aber mit Wildvögeln solle vermieden werden, empfiehlt die GfV. Seit Anfang des Jahres waren zunächst in Südkorea, aber auch in benachbarten Ländern wie China, Vietnam und Japan vermehrt Infektionen mit dem H5N8-Virus bei Geflügel nachgewiesen worden. Anfang November tauchte das Virus in einem Putenhof in Mecklenburg-Vorpommern auf, Nachweise in den Niederlanden und im Vereinigten Königreich folgten. Derzeit gilt eine Übertragung über Zugvögel als wahrscheinlichster Verbreitungsweg.

PM Landwirtschaftsministerium

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