Lawinenabgänge in den Chiemgauer Alpen - verschüttete Personen vermutet

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Beim Gedenkmarsch überwiegend radikaler Juden kam es in Jerusalem zu Ausschreitungen.

Jerusalem-Tag

Zusammenstöße bei Gedenkmarsch von Juden

Jerusalem - Beim Marsch tausender überwiegend radikaler Juden durch die Altstadt von Jerusalem ist es am Sonntag zu Auseinandersetzungen mit Palästinensern gekommen.

Beim sogenannten Jerusalem-Tag zur Erinnerung an die israelische Eroberung von Ost-Jerusalem beim Sechs-Tage-Krieg 1967 hätten sich dutzende Muslime mit einer Gruppe von Juden ein Handgemenge geliefert, teilte die Polizei mit. Steine werfende Palästinenser hätten zwei Polizeibeamte verletzt, mindestens vier Palästinenser seien festgenommen worden.

Nach Angaben von Augenzeugen wurden mindestens zwei Palästinenser bei mehreren Zusammenstößen mit den jüdischen Demonstranten verletzt. Auf einem Video war zu sehen, wie Sanitäter des Roten Halbmonds einen Mann auf einer Trage weg brachten.

Ein palästinensischer Kameramann des französischen Fernsehsenders TF1 wurde von jüdischen Demonstranten mit Fahnenstangen auf Kopf, Rücken und Hände geschlagen, wie TF1-Producer Michael Illouz der Nachrichtenagentur AFP sagte. Der Kameramann sei zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht worden. Augenzeugen berichteten, dass die Polizei mehrere Polizisten weggeschubst habe.

Die Polizei teilte keine genaue Teilnehmerzahl des traditionellen Marsches mit. Auf ihrem Weg durch die Jerusalemer Altstadt zur Klagemauer liefen die Teilnehmer auch durch ein muslimisches Viertel. "Sie kommen hierher mit der Unterstützung einer extremistischen Regierung, die ihre Busse bezahlt hat", sagte die Palästinenserin Muna Barbar mit Blick auf die neue rechts-religiöse Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu.

Die Polizei war bei dem Gedenkmarsch, bei dem es alljährlich Auseinandersetzungen gibt, mit tausenden Beamten in Uniform und in zivil im Einsatz. Sie trieben Demonstranten mit Schlagstöcken auseinander, auch berittene Polizei war im Einsatz. Polizeisprecherin Luba Samri erklärte, die Beamten würden "null Toleranz gegenüber jeder Form von physischer oder verbaler Gewalt üben". Zuvor hatte Israels Oberster Gerichtshof die Sicherheitskräfte aufgefordert, auch verbale Gewalt von Juden wie die Parole "Tod den Arabern" nicht hinzunehmen.

Die Palästinenser wollen Ost-Jerusalem zur Hauptstadt eines Palästinenserstaates machen, die israelische Regierung erklärte aber wiederholt, dass Jerusalem die "ewige, unteilbare" Hauptstadt des jüdischen Staates Israel sei. Nach der Eroberung 1967 hatte Israel den mehrheitlich von Arabern bewohnten Ost-Teil der Stadt annektiert, die internationale Gemeinschaft erkennt dies bis heute nicht an.

Anlässlich des Jerusalem-Tages gab es am Sonntag eine Reihe von offiziellen Veranstaltungen. Bei einer davon sagte Netanjahu: "Jerusalem war immer allein die Hauptstadt des jüdischen Volkes und von keinem anderen Volk." Ein geteiltes Jerusalem sei "eine Erinnerung der Vergangenheit": "Die Zukunft gehört einem vollständigen Jerusalem, das nicht mehr geteilt werden wird", fügte der Regierungschef hinzu.

AFP

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